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Ostmitteleuropa

"Sternstunde der HZDS längst vorbei"

– Stärkste politische Kraft in der Slowakei drei Wochen vor den Wahlen von der Spitzenposition verdrängt

Köln, 28.8.2002, SME, NARODNA OBRODA, NOVY CAS

SME, 28.8.2002, slowak.

In aktuellen Meinungsumfragen ist eine Veränderung aufgetreten. Auf dem ersten Platz rangiert mit fast 19 Prozent die linksliberale Partei SMER (Richtung) von Robert Fico, dicht verfolgt von der Bewegung für eine demokratische Slowakei (HZDS).

Die Partei des Ex-Ministerpräsidenten Vladimir Meciar (18,1 Prozent) ist somit seit dreieinhalb Jahren zum ersten Mal von der Spitzenposition verdrängt worden. Fico kommentiert die Umfrageergebnisse sehr vorsichtig. Die HZDS glaubt, die Verluste seien während des Wahlkampfes noch wettzumachen. (...) (ykk)

NARODNA OBRODA, 28.8.2002, slowak.

Die jüngste gestern (27.8.) von der Agentur Focus veröffentlichte Umfrage hat viele überrascht. Laut ihren Ergebnissen ist drei Wochen vor den Wahlen die bislang stärkste Partei HZDS auf den zweiten Platz gerutscht. Vorne, obwohl nur um etwa ein Prozent liegt die SMER von Robert Fico. (...)

Der Politologe Miroslav Kusy sieht für die HZDS-Verluste zwei Ursachen: die Neugründung der Bewegung für Demokratie (HZD) (des früheren Parlamentspräsidenten Ivan Gasparovic, der sich mit seiner neuen Partei von der HZDS abgespalten hat – MD) und andererseits die Tatsache, dass Vladimir Meciar für die europäischen Institutionen als inakzeptabel gilt.

Die aktuellen Umfrageergebnisse sind jedoch dem Politologen zufolge noch nicht endgültig. Er vermutet, die HZDS werde noch weitere Verluste hinnehmen müssen. (...) "Die Sternstunde der HZDS ist längst vorbei", sagt Kusy. (...) (ykk)

NOVY CAS, 28.8.2002, slowak.

"Es stellt für uns eine Ermutigung dar. Unser Kurs ist offensichtlich richtig, aber wir bewahren auch weiterhin einen kühlen Kopf", sagte Smer-Parteichef Robert Fico nach Bekanntgabe der jüngsten Umfrage.

Vorsichtig kommentiert die Ergebnisse auch der Politologe Grigorij Meseznikov: "Die Smer hat offenbar bei Teilen der bislang Unentschlossenen gepunktet." (...)

Den Grund für das aktuelle Abschneiden der HZDS sieht auch Meseznikov in der Neugründung der HZD (...): "Die HZDS-Verluste sind offensichtlich. Es kann noch zu kleineren Korrekturen auch nach oben kommen, aber die 6-7 verlorenen Prozente bis zu den Wahlen zurückzugewinnen, das ist völlig ausgeschlossen." (ykk)

  • Datum 28.08.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2avy
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