Stephen Hawking: Auf der Suche nach ET | Aktuell Welt | DW | 20.07.2015
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Aktuell Welt

Stephen Hawking: Auf der Suche nach ET

Zehn Jahre und 100 Millionen Dollar braucht Stephen Hawking für sein Mammutprojekt. Er reist aber nicht in die Eiszeit. Mit einer privaten Initiative will er Leben im All suchen.

Astronomie Sternenmeer (Foto: picture-alliance/dpa)

"Hallo? Ist da jemand?" - Forscher lauschen nach Lebenszeichen

Stephen Hawking hofft auf ein Signal von Außerirdischen. "Breakthrough Listen" heißt seine private Initiative, was soviel wie "Durchbruch, Hör zu" bedeutet. Unter der Leitung renommierter Astronauten und der finanziellen Spritze von 100 Millionen Dollar für die kommenden zehn Jahre des russischen Investors Yuri Milner will er nach Leben im All lauschen - mit Hilfe einiger der größten und leistungsstärksten Teleskope der Welt. Eins davon steht im Green-Bank-Observatorium in West Virginia " Wir glauben, dass sich das Leben auf der Erde spontan entwickelt hat", sagte Hawking bei seiner Veranstaltung in London. "In einem unendlichen Universum muss es deswegen anderes Vorkommen von Leben geben."

Geballte Power des Silicon Valley

Beteiligt an dem Projekt ist unter anderem Frank Drake, ein Pionier der Suche nach außerirdischem Leben mit modernen Mitteln, und Geoff Marcy von der Universität Berkeley, ein führender Planetenforscher. Alle von ihnen erfassten Daten sollen öffentlich zugänglich sein. Der durch große Projekte wie Facebook bekannt gewordene Internetinvestor Milner sagte, die Stärke und Innovation des Silicon Valley könnte für die Durchsuchung der Milchstraße und der über 100 benachbarten Galaxien nutzbar gemacht werden.

Einsame Blinklichter im Universum?

Neun Millionen Freiwillige haben sich online zusammengeschlossen und wollen durch ein Netzwerk ihrer gespendeten überschüssigen Rechenleistungen den Himmel scannen und dort nach Außerirdischen suchen. So schaffen sie einen der größten Supercomputer der Welt. Dieser soll nach Angaben der Forscher so viele Daten allein an einem Tag sammeln, für dessen Umfang eigentlich ein ganzes Jahr gebraucht würde.

"Irgendwo im Kosmos wird vielleicht intelligentes Leben die Lichter unseres Planeten beobachten, ohne zu wissen, was sie bedeuten", sagte Hawking. "Oder durchstreifen unsere Lichter einen leblosen Kosmos? Unbemerkte Blinklichter, die ankündigen, dass hier auf unserem Gesteinsbrocken das Universum seine Existenz entdeckt."

pab/rb (AP, dpa)