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Fußball

Stemmen gegen den Abstieg

Vor allem in Stuttgart schrillen die Alarmglocken, VfB-Coach Schneider steht gegen Braunschweig auf dem Prüfstand. Aber auch in Hamburg, Nürnberg, Hannover und Freiburg ist Abstiegskampf pur angesagt.

Am 24. Bundesliga-Spieltag geht das Abstiegsgespenst um. Nicht weniger als acht Mannschaften stemmen sich gegen den Gang ins Fußball-Unterhaus. Einige der Kandidaten stehen sich an diesem Wochenende sogar direkt gegenüber. Der Hamburger SV beispielsweise empfängt die Frankfurter Eintracht: Mit nur 19 Punkten und Platz 16 steht dem HSV das Wasser bis zum Hals. Der Bundesliga-Dino mit Neu-Coach Mirko Slomka kann nur hoffen, dass die

Ankündigung von Trainer Armin Veh

, seinen Vertrag nicht zu verlängern und Frankfurt am Saisonende den Rücken zu kehren, für Unruhe bei den Gästen sorgt.

Wie Frankfurt kratzten auch die Hannoveraner bisher lediglich 25 Pünktchen zusammen. Die Reißleine zogen die 96er bereits und so steht mit Tayfun Korkut der zweite Trainer der Saison an der Seitenlinie der Niedersachsen, wenn es gegen das kriselnde Team von Bayer Leverkusen geht. Und Korkut weiß: "Angeschlagene Boxer sind gefährlich." Unheimlich viel Qualität stecke in der Mannschaft des Gegners und man müsse versuchen, es den Leverkusenern so schwer wie möglich zu machen, warnt der Coach.

Ein Spiel, in dem sich die Tabellennachbarn die wichtigen Punkte gegen den Abstieg gegenseitig rauben können, findet in Nürnberg statt: Der "Club" empfängt Werder Bremen. Mit 23 Punkten rangieren die Franken auf Platz 14, Bremen ist 13. mit 25 Zählern - ein klassisches Sechspunktespiel am Samstagabend (18.30 Uhr MEZ). Ganz schwer wird es am Sonntag (09.03.2014, 15.30 Uhr MEZ) wohl auch für den SC Freiburg werden. Der Tabellen-17. erwartet keinen Geringeren als Borussia Dortmund.

Spiel um den Trainerposten

Der Braunschweiger Ermin Bicakcic (l.) und Stuttgarts Vedad Ibisevic kämpfen um den Ball (Foto: Peter Steffen/dpa)

Ermin Bicakcic (l.) und Vedad Ibisevic: Im Hinspiel in Braunschweig gewann Stuttgart mit 4:0

Unter dem größten Druck steht an diesem Spieltag aber wohl der Trainer des VfB Stuttgart: Thomas Schneider muss um seinen Posten zittern. Sollte der VfB auch gegen Eintracht Braunschweig verlieren, dann war es das voraussichtlich für ihn. Es wäre die neunte Niederlage in Serie für den Coach. Von einem persönlichen "Endspiel" wollte Schneider indes nicht sprechen. "Es geht nicht um Begrifflichkeiten", versicherte er vor dem richtungsweisenden Duell des Tabellen-15. mit dem Schlusslicht der Liga. "Ich bin froh, dass ich diese Chance bekomme", sagte Schneider. Er habe sich natürlich auch hinterfragt: "Wenn man acht Spiele verliert, macht man sich Gedanken."

Sportvorstand Fredi Bobic betonte, die Entscheidung pro Schneider sei von allen "aus voller Überzeugung" getroffen worden. Zugleich deutete der ehemalige Nationalstürmer aber an, dass dies keine Garantie für die gesamte Saison sei. "Auch wir sind Realisten", sagte Bobic. "Aber wir wollen den Weg positiv gehen bis zum Ende." Schneider ist sich sicher, dass gegen Braunschweig die Wende gelingt. So einfach wie beim

4:0-Erfolg im Hinspiel

werde es aber sicher nicht. "Die haben sich in der Liga adaptiert", betonte er. Auch Schneider weiß, dass die vor kurzem als sicherer Absteiger gehandelten Braunschweiger sehr gefährlich werden können, erst recht für die krisengeschüttelten Stuttgarter.

Gänzlich andere Sorgen haben die übrigen Clubs: Spitzenreiter Bayern München will beim VfL Wolfsburg seinen x-ten Sieg in Serie feiern und Schalke 04 muss sich im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim für die elf Gegentore bei den letzten beiden Debakeln gegen Madrid und München rehabilitieren. Borussia Mönchengladbach versucht einmal mehr einen Weg aus dem Abwärtsstrudel zu finden, diesmal gegen den FC Augsburg. Und zum Abschluss des Spieltags wollen Mainz 05 und Hertha BSC am Sonntag (17.30 Uhr MEZ) ihren Traum vom internationalen Geschäft weiter träumen.

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