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Kultur

Steinzeitmenschen hatten Getreide auf dem Speiseplan

Menschen haben bereits 10.000 Jahre früher Getreide gegessen als bisher angenommen. Nach Erkenntnissen von
Wissenschaftlern erweiterten Jäger und Sammler in der Steinzeit ihren Speiseplan auf Gräser und Getreidepflanzen, wie es in der jüngsten Ausgabe des Magazins "Proceedings of the National Academy of Sciences" heißt. Grund war möglicherweise Nahrungsmittelknappheit, die letztendlich zum landwirtschaftlichen Anbau von Körnerfrüchten wie wildem Weizen und Gerste führte.

In einer als "Ohalo II" bezeichneten frühen menschlichen Siedlung im heutigen Israel seien rund 90.000 Überreste von Pflanzen gefunden worden, berichteten die Wissenschaftler. Die Steinzeitmenschen in dem Gebiet am See Genezareth hätten vor 23.000 Jahren neben Fleisch die Samen kleiner Gräser verzehrt, dazu Eicheln, Mandeln, Pistazien, wilde Oliven und Feigen, Himbeeren und Trauben. Offenbar wegen des im Vergleich zum geringen Nahrungswert enormen Aufwandes für Anbau und Aufzucht wurden Gräser jedoch wieder vom Speiseplan gestrichen, wie die Wissenschaftler annehmen.