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Aktuell Welt

Steinmeier ruft Mexiko zum Kampf gegen Kriminalität auf

Bundesaußenminister Steinmeier hat die Staaten Zentralamerikas zu mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen die Kriminalität aufgefordert. Dann würden dort auch weniger Menschen aus ihrer Heimat flüchten, betonte er in Mexiko.

Nötig sei eine "große gemeinsame Anstrengung" in der gesamten Region, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in einem Flüchtlingsheim in Mexiko-Stadt. "Hier flüchten viele Menschen schlicht und einfach vor Gewalt in ihren Heimatländern."

Die USA sind das Ziel - aber nicht für alle

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR werden in diesem Jahr bis zu 400.000 Flüchtlinge in Mexiko erwartet. Die meisten von ihnen kommen aus Honduras, El Salvador oder Guatemala, wo die organisierte Kriminalität in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Viele - aber nicht alle - wollen weiter in die USA.

Für Steinmeier ist Mexiko nach Argentinien die zweite Station einer Lateinamerika-Reise. In Argentinien hatte Steinmeier der Opfer der Militärdiktatur in dem südamerikanischen Land gedacht. Im "Park der Erinnerung" (Parque de la Memoria) in Buenos Aires warf er zur Erinnerung an die Toten Blumen in den Rio de la Plata. Unter den bis zu 30.000 Menschen, die während der Herrschaft der Junta von 1976 und 1983 getötet wurden, waren auch zahlreiche Deutsche und Deutschstämmige.

Mexiko Tijuana Flüchtlinge Mädchen mit Teddybär

Mexiko rechnet in diesem Jahr mit rund 400.000 Flüchtlingen. Die meisten fliehen vor Gewalt in der Heimat.

Gute Handelspartner

Bei seinem Besuch in Mexiko geht es Steinmeier darum, die deutsch-mexikanischen Beziehungen weiter zu vertiefen. Deutschland und Mexiko arbeiten in vielen Bereichen schon jetzt eng zusammen, etwa beim Klimaschutz und bei der Begrenzung des Waffenhandels. Auch wirtschaftlich sind die beiden Länder verbunden. Deutschland ist Mexikos fünftgrößter Handelspartner, im vergangenen Jahr betrug das Geschäftsvolumen rund 17,5 Milliarden US-Dollar.

Für 2016 und 2017 haben beide Länder unter dem Motto "Allianz für die Zukunft" Ausstellungen und Konzerte, Industrie- und Tourismusmessen, wissenschaftliche Symposien und Treffen von Vertretern der Zivilgesellschaft geplant. Der Startschuss in Mexiko zu dieser Veranstaltungsreihe fällt am Montag.

Zu den Highlights in Mexiko gehören eine Industriemesse mit deutschen Unternehmen, der Science Tunnel der Max-Planck-Gesellschaft und eine große Otto-Dix-Ausstellung. In Berlin ist unter anderem die Ausstellung "Die Maya - Sprache der Schönheit" zu sehen.

haz/ww (dpa)