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Aktuell Welt

Steinmeier ruft künftigen US-Präsidenten Trump zum Dialog auf

Es sei wichtig und dringend, sich zusammenzusetzen und zu reden, sagte Steinmeier bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an seinen US-Kollegen Kerry.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mahnte dazu, die transatlantische Partnerschaft trotz Differenzen weiter zu pflegen. "Dieses Bündnis ist kein beliebiges Zweckbündnis, sondern es ist ein Bündnis von aufgeklärten Demokraten", sagte der deutsche Chefdiplomat bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an seinen US-Kollegen John Kerry (Artikelbild).  

"Wir müssen reden"

Zugleich rief Steinmeier dazu auf, die "Komfortzonen" der Diplomatie zu verlassen. "Wir müssen über die sozialen Grenzen und die kulturellen Barrieren hinweg: Wir müssen reden!" Dies gelte auch für den Umgang mit der Regierung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Steinmeier zitierte dazu den scheidenden Präsidenten Barack Obama: "We want to sit down and have a conversation" ("Wir wollen uns zusammensetzen und reden").

"Ein wahrer Freund"

Kerry (vorne) und Steinmeier umarmen sich (picture-alliance/dpa/W. Kumm)

Kollegen und Freunde

Seinen US-Kollegen John Kerry bezeichnete Steinmeier als "wahren Freund. John Kerry ist der beharrlichste Diplomat, den ich kenne". Der US-Außenminister bekam das sogenannte Großkreuz, die zweithöchste von acht Stufen des Verdienstordens der Bundesrepublik. Die höchste Stufe - die Sonderstufe des Großkreuzes - ist Staatsoberhäuptern vorbehalten.  Der 72-jährige Kerry wird sein Amt nach vier Jahren Ende Januar mit dem Amtsantritt Trumps abgeben. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt.

Während seines letzten Europa-Besuch als US-Außenminister wird Kerry am Dienstag und Mittwoch am NATO-Außenministertreffen in Brüssel teilnehmen. Anschließend kommt er zu einer zweitägigen OSZE-Konferenz nach Hamburg.

wl/rb (dpa,afp)