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Staatsbesuch in Rom

Steinmeier in Italien: Gedenken an Weltkriegsmassaker

Es ist die vierte Auslandsreise für Bundespräsident Steinmeier seit seinem Amtsantritt. Nach Paris, Athen und dem Europaparlament besucht er Italien. Zum Auftakt erinnerte an die Opfer eines deutschen Kriegsverbrechens.

Italien Kranzniederlegung Ardeatinische Höhlen Steinmeier und Mattarella (picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Die Ardeatinischen Höhlen waren 1944 Schauplatz einer SS-Exekution, heute Ort des Gedenken

Das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom am 24. März 1944 war eines der schlimmsten deutschen Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges in Italien. Ein SS-Kommando trieb die 335 zivilen Opfer, darunter politische Gefangene und Juden, in die Gänge des Steinbruchs vor den Toren Roms und erschoss sie dort. Die Höhlen wurden dann gesprengt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legte zusammen mit dem italienischen Sergio Mattarella einen Kranz zu Ehren der Toten nieder.

Deutschlands und Italiens Lasten

Schwerpunkt der politischen Gespräche in Rom sollte unter anderem die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union sein. In einem Interview der Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" forderte Steinmeier mehr europäische Solidarität bei der Bewältigung des Zuzugs von Geflüchteten. Italien und Deutschland trügen derzeit die größte Last der Folgen von Flucht und Migration aus dem Süden nach Europa.

Nach einem Treffen mit Studenten der Sapienza-Universität wird Steinmeier am Abend noch mit dem früheren Staatspräsidenten Giorgio Napolitano und mit Ministerpräsident Paolo Gentiloni zusammenkommen.

fab/haz (dpa, afp)

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