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Aktuell Afrika

Steinmeier auf Afrika-Reise

Erste Station ist das ehemalige Bürgerkriegsland Mosambik, das auf wirtschaftlichen Aufschwung hofft. Afrika, mahnt Bundesaußenminister Steinmeier, sei mehr als Krisen und Konflikte und richtet eine Warnung an Mosambik.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat das einstige Bürgerkriegsland Mosambik vor einem Rückfall in alte Zeiten gewarnt. "Ich hoffe sehr, dass es gelingt, die Stabilität des Landes zu wahren", sagte Steinmeier zum Auftakt einer Afrika-Reise in der Hauptstadt Maputo. In dem südostafrikanischen Staat kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und der einstigen Rebellenbewegung Renamo, heute die größte Oppositionspartei.

Steinmeier sagte, politische Stabilität liege auch "im Interesse der vielen Menschen, die auf einen wirtschaftlichen Aufschwung hoffen". Mosambik habe "noch viel Entwicklungsmöglichkeiten". Außenminister Oldemiro Balói von der Regierungspartei Frelimo warb um deutsche Investitionen. Steinmeier wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit Präsident Felipe Nyusi.

"Afrika nicht auf die Migrationsfrage und Konflikte beschränken"

Mosambik befindet sich seit einigen Jahren wirtschaftlich im Aufschwung. Die frühere portugiesische Kolonie hofft auf rasantes Wachstum durch neu entdeckte Gas- und Kohlevorkommen. Die Mehrheit der etwa 27 Millionen Einwohner lebt allerdings nach wie vor in großer Armut. In der Zeit des Kalten Krieges hatte Mosambik enge Beziehungen zur DDR, so dass es auch heute noch enge Verbindungen zu Deutschland gibt. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern liegt aktuell jedoch nur bei 214 Millionen Euro pro Jahr.

Für Steinmeier ist es die fünfte Afrika-Reise seiner aktuellen Amtszeit. Weitere Stationen der viertägigen Reise sind Sambia sowie Uganda und Tansania. Der SPD-Politiker sagte, bei allem "täglichen Krisenmanagement" dürften die Beziehungen nicht vernachlässigt werden. "Wir dürfen die Erwähnung Afrikas nicht auf die Migrationsfrage und Konflikte beschränken. Wir müssen eine Begegnung auf Augenhöhe möglich machen."

pab/kle (dpa)