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Deutschland / USA

Steinmeier: "Alte Welt ist endgültig vorüber"

Bundesaußenminister Steinmeier sieht im Machtwechsel in den USA einen historischen Einschnitt. Nun wolle man der Trump-Regierung "unsere Werte" erläutern, kündigte Steinmeier in der "Bild am Sonntag" an.

Frank-Walter Steinmeier stellt sich auf unruhige Zeiten im deutsch-amerikanischen Verhältnis unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump ein. Trotzdem hoffe er, in Washington Gehör bei Leuten zu finden, die ihren Weg gemeinsam mit guten Freunden und bewährten Bündnispartnern gehen wollen, so Steinmeier. Den Amtsantritt von Trump bezeichnete er als historischen Einschnitt. Die alte Welt des 20. Jahrhunderts sei damit endgültig vorbei.

Steinmeier wies darauf hin, dass bei Machtwechseln "Ungewissheiten, Zweifel und Fragezeichen über den Kurs der neuen Führung" an sich etwas Normales seien. "Aber in diesen Zeiten einer neuen globalen Unordnung geht es um mehr, heute steht besonders viel auf dem Spiel", fügte er hinzu.

Zugleich kündigte der Minister an, die Bundesregierung werde nun mit der US-Regierung "das Gespräch suchen", um "der neuen Administration unsere Haltung, unsere Werte und Interessen zu erläutern". Dabei gehe es um eine "neu zu festigende Partnerschaft auf Augenhöhe".

"Partnerschaft auf Augenhöhe"

Ganz oben auf der Agenda stünden für Deutschland unter anderem der freie Handel, eine offene Welt, das Zusammenstehen gegen den Terrorismus "und vertrauensvolle transatlantische Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Werte", betonte Steinmeier.

Trump war am Freitag als 45. Präsident der USA vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigte er an, bei all seinen Entscheidungen stets die Interessen der USA voranzustellen. Steinmeier soll am 12. Februar zum Bundespräsidenten gewählt werden. Sein Nachfolger im Außenamt steht noch nicht fest, im Gespräch ist der frühere EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

hf/as (dpa, afp, epd)