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Einwanderung

Steigende Zahlen beim Familiennachzug

Bei immer mehr Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien steht der Familiennachzug an. Dennoch bleiben die Zahlen deutlich unter den Erwartungen von vor zwei Jahren.

Familiennachzug Flüchtlinge Asyl Asylrecht (picture-alliance/dpa/P.Pleul)

Eine syrische Familie in Brandenburg

Wie die "Heilbronner Stimme" unter Berufung auf das Auswärtige Amt mitteilte, wurden von Januar bis Ende Juni 2017 insgesamt rund 25.000 Visa für Zusammenführungen von Familien syrischer und irakischer Flüchtlinge ausgestellt. Im ersten Halbjahr 2016 waren es demnach etwa 15.500, im ersten Halbjahr 2015 nur rund 7000 Visa.

Einen starken Anstieg habe das Auswärtige Amt dem Bericht zufolge auch beim Nachzug zu minderjährigen Flüchtlingen verzeichnet. Hier wurden im ersten Halbjahr etwa 4000 Visa ausgestellt, im Vergleich zu lediglich 550 genehmigten Anträgen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Nachzügler aus dem Libanon

Weiter heißt es, das Auswärtige Amt schätze den zu erwarteten Familiennachzug zu Flüchtlingen auf 200.000 bis 300.000 Personen ein. Das Ministerium berücksichtige für diese Schätzung nicht nur die bislang bearbeiteten Fälle, sondern auch die Zahl der Terminanfragen in deutschen Auslandsvertretungen. Diese liege bei etwa 100.000 liege. Vor allem in der Botschaft in Beirut herrsche große Nachfrage. Dort betrüge die Wartezeit neun bis zwölf Monate.

Trotz der steigenden Zahlen bleibt der Familiennachzug immer noch deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen von 2015 zurück. Damals hatte beispielsweise die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner von bis zu sieben Millionen Nachzüglern zu Familienangehörigen in Deutschland gesprochen. Allerdings wurde der Familiennachzug mit Inkrafttreten des sogenannten Asylpakets II im März 2016 stark eingeschränkt. Seitdem erhalten nur noch Menschen, die den Flüchtlingsstatus nach der Genfer Konvention erhalten, die Möglichkeit, ihre Angehörigen nach Deutschland zu holen.

djo/cr (epd, kna, stimme.de)

 

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