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Deutschland

Startschuss für weltgrößte IT-Messe

Kanzlerin Merkel will die Hochtechnologie zum "Aushängeschild" der deutschen Wirtschaft machen. Ihre Regierung werde dies mit einer "digitalen Strategie" unterstützen, kündigte sie zur Eröffnung der CeBIT an.

Angela Merkel bei der CeBIT-Eröffnung (Foto: CeBIT)

Merkel will den HighTech-Standort Deutschland stärken

Die Informations- und Kommunikationstechnologie sei "einer der ganz wesentlichen Treiber der Globalisierung und auch des Fortschrittes", betonte Merkel am Montagabend in Hannover. Deshalb müsse die Forschung in diesem Bereich künftig besser steuerlich gefördert werden. "Wir wissen, dass wir damit einen Wettbewerbsfaktor verbessern würden", sagte die Kanzlerin. Die bisherigen Regelungen seien "inzwischen zu einem Standortnachteil geworden", gestand Merkel ein.

Forderungen aus der Wirtschaft nach einem "Internet-Minister" in der Bundesregierung wies die Kanzlerin zurück: "Ich glaube nicht, dass das die Lösung ist." Das Thema sei beim federführenden Wirtschaftministerium gut aufgehoben. Die Kritik des Branchenverbandes Bitkom, die Regierung spreche in Sachen Informationstechnologie nicht mit einer Stimme, konterte Merkel so: "Seien sie froh, dass sich jetzt jeder Minister mit IT befasst."

Nicht den Anschluss verlieren!

Angela Merkel und Jose Luis Rodriguez Zapatero (Foto: AP)

"Partner" in Hannover: Merkel und Zapatero

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero warnte auf der Eröffnungsveranstaltung davor, dass Europa den technischen Anschluss verlieren könne: "Europa muss vorankommen, und es muss sofort geschehen, wenn wir nicht hinter den Vereinigten Staaten und den aufstrebenden Staaten zurückbleiben wollen", meinte Zapatero. Spanien ist in diesem Jahr Partnerland der CeBIT.

2010 hat die CeBIT "Connected Worlds" (Vernetzte Welten) zu ihrem Hauptthema gemacht. An diesem Dienstag (02.03.2010) öffnet das Branchentreffen seine Tore. Die Messe in Hannover fällt in diesem Jahr mit knapp 4200 Ausstellern aus 68 Ländern allerdings deutlich kleiner aus als in Vorjahren.

Leben ohne Internet? Undenkbar!

Private Besucher dürften vor allem die neuen Tablet-PCs, Netbooks, Smartphones und Flachbild-Fernseher interessieren. Die Schau führt anschaulich vor, wie diese einzelnen Welten immer weiter zusammenwachsen - etwa durch Handys mit Navigationssoftware oder Navigationsgeräte mit Internetanschluss.

Cockpit-Computer (Foto: dpa)

"All inclusive": Bordcomputer im Auto mit Navigation, Musik, Internet ...

Einer neuen Umfrage zufolge durchdringt das Internet jedenfalls immer mehr die verschiedenen Lebenswelten der Menschen in Deutschland. Demzufolge können sich 58 Prozent der Deutschen ein Leben ohne das Internet nicht mehr vorstellen. Laut Bitkom gehen inzwischen 71 Prozent der Deutschen online. Unter-50-Jährige nutzen das Netz sogar zu rund 90 Prozent. Bei den 50- und 64-Jährigen sind es immerhin noch 62 Prozent, bei Menschen ab 65 Jahren 32 Prozent.

Autor: Christian Walz (afp, dpa, apn, rtr)
Redaktion: Reinhard Kleber

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