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Sport

Startschuss für Olympia 2022 in München

Am 10. November entscheiden die Bürger in der Region München über eine weitere Bewerbung für die olympischen Winterspiele 2022. Diesmal soll es klappen. Doch auch die Gegner bringen sich in Stellung.

Fast zwei Jahre dauert es noch - erst dann wird feststehen, wer die olympischen Winterspiele 2022 austragen darf. Doch München, das für Deutschland ins Rennen gehen will, sieht sich schon jetzt als Sieger. Und das, obwohl der letzte Versuch bei der Bewerbung für Olympia 2018 scheiterte.

Schnee von gestern sagen die Planer, jetzt soll es endlich klappen: "Wir haben eine große Chance, unser Land zu vertreten und einen Wintertraum zu schaffen. Wir müssen eines erreichen: Der Bevölkerung klar machen: "Das sind eure Spiele", sagte der ehemalige Skiläufer und Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier. Er ist einer der Befürworter, die im Oktober auf dem Münchner Marienplatz ein überdimensionales Plakat sowie zahlreiche Argumente präsentierten, die die Bevölkerung bei den Bürgerentscheiden am 10. November vom neuen Konzept überzeugen sollen. In vier Regionen wird es je ein Bürgerbegehren geben, mit der Fragestellung: Soll sich die Region München um die Olympischen Winterspiele 2022 bewerben - ja oder nein?

"Ein absurdes Unterfangen"

Bei der Bewerbung für 2018 sorgten vor allem Grundstückstreitigkeiten für Widerstand bei den Bürgern. Viele Gegner sind bis heute nicht verstummt und wollen alles dafür tun, die erneute Bewerbung für die olympischen Spiele zu verhindern. Zu hoch seien die Kosten, zu groß der Schaden für die Umwelt. "Die Planer rechnen mit 3,3 Milliarden Euro Gesamtkosten, diese Summe ist total unrealistisch", sagt zum Beispiel Dr. Wolfgang Zängl vom Bündnis NOlympia im Gespräch mit der DW. "Man muss davon ausgehen, dass das ganze mindestens drei- schlimmstenfalls sogar zehnmal teurer wird." Vor allem die Kosten für die Sicherheit bei den Spielen würden von den Verantwortlichen total falsch einkalkuliert. Zudem würde die Landschaft in der Region München durch die Spiele zerstört werden. "Es ist ein absurdes Unterfangen, im Zeitalter des Klimawandels auf 700 bis 1500 Metern Höhe olympische Winterspiele zu veranstalten."

Die Befürworter der olympischen Spiele widersprechen den Argumenten ihrer Gegner: Die Spiele 2022 werden die nachhaltigsten Spiele aller Zeiten sein, so behaupten sie. Immerhin seien ja 84 Prozent der Sportstätten und Gebäude für die Spiele bereits vorhanden. Die Bewerbung um die Winterspiele muss bis zum 14. November beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorgebracht werden, so die Bürger sie denn wollen. Über die Vergabe der Spiele entscheidet das IOC unter seinem neuen Präsidenten Thomas Bach am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur/Malaysia.

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