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Aktuell Europa

Startschuss für die Europawahl: Niederländer stimmen als erste ab

In den Niederlanden wird seit Mitternacht gewählt. Als einer der Ersten gab der Bürgermeister von Maastricht, Onno Hoes (l.), seine Stimme zur Europawahl ab. Am Morgen öffneten die Briten die Wahllokale.

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Die gleichgesinnten Kontrahenten

Die Niederlande und Großbritannien gehen voran: Onno Hoes war einer der ersten Europäer, der seine Stimme abgegeben hat – der Bürgermeister von Maastricht machte sein Kreuz bereits kurz nach Mitternacht. Die meisten Wahllokale in den Niederlanden öffnen allerdings erst um 7.30 Uhr.

Zwei Dinge stehen bei dieser Europawahl besonders im Fokus: zum einen die Frage, wie viele Europäer überhaupt wählen gehen. Und zum anderen die Sorgen, dass es zu einem Erstarken von rechtsextremen, populistischen und euroskeptischen Parteien kommen könnte.

Wie schneiden die britischen Rechtspopulisten ab?

Auch in den beiden Ländern, die den Wahlauftakt machen, könnten solche Parteien gut abschneiden – insbesondere bei niedriger Wahlbeteiligung. So sagen Umfragen in den Niederlanden ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der linksliberale D66 mit einem ausdrücklich pro-europäischen Kurs und der Partei für die Freiheit (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders voraus.

Während die Niederlande 26 der insgesamt 751 Europaabgeordneten ins Parlament entsenden, liegt die Zahl in Großbritannien bei 73 Abgeordneten. Bei den traditionell europakritischen Briten erwarten Demoskopen ein starkes Abschneiden der rechtsgerichteten Partei UKIP mit ihrem Vorsitzenden Nigel Farage. Die Rechtspopulisten, die vor allem mit dem Austritt aus der EU und dem Thema Zuwanderung Stimmung machen, könnten Umfragen zufolge mit bis zu 30 Prozent stärkste politische Kraft auf der Insel werden.

Wer wird Chef der EU-Kommission?

In Deutschland wird am Sonntag gewählt. Mit 96 Abgeordneten stellt die Bundesrepublick im neuen Parlament die meisten Parlamentarier aller Mitgliedsländer, gefolgt von Frankreich mit 74. Luxemburg, Estland, Zypern und Malta stellen mit je sechs die wenigsten Abgeordneten.

Ein Novum bei der Wahl: Die Parteienfamilien haben erstmals für den wichtigen Posten des EU-Kommissionschefs europaweite Spitzenkandidaten ins Rennen geschickt. Der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten ist der Deutsche Martin Schulz. Die Europäischen Volkspartei (EVP) hat Jean-Claude Juncker ins Rennen geschickt.

Derzeit gibt es sieben Fraktionen im Europaparlament. Nach den Wahlen könnte möglicherweise ein Verbund der Rechtsextremen hinzukommen. Ob dies geschieht, wird erst am späten Sonntagabend klar werden. Denn in Italien schließen die Wahllokale erst um 23 Uhr und erst danach dürfen EU-weit die ersten offiziellen Ergebnisse veröffentlicht werden...

cw/sc (dpa, afp)

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