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Filme

Startschuss für 65. Berlinale

Bei den Berliner Filmfestspielen (5.2.-15.2.) sind auch in diesem Jahr wieder viele prominente Namen dabei. Stark ist diesmal der Anteil deutscher Regisseure. Aber auch Top-Regiestars aus dem Ausland sind vertreten.

Die Erwartungen sind wie immer groß. Für den Festivaljahrgang 2015 sind viele berühmte Namen angekündigt. Große Regisseure aus aller Welt, Stars aus Hollywood, engagierte Filmemacher aus allen Weltregionen - das Festival des Kinos in Berlin kann beginnen. In diesem Jahr sind besonders viele bekannte deutsche Regisseure dabei. Altmeister wie Wim Wenders, der einen Ehren-Bären erhält, und Werner Herzog nehmen am Wettbewerb teil. Der neue Wenders-Film läuft - ebenso wie Oliver Hirschbiegels Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser - außer Konkurrenz. Bei einer Spezialvorführung wird auch das neue Werk von Margarethe von Trotta gezeigt.

Mit Spannung erwartet: Terrence Malick-Film

Doch Kosslick und Co haben auch eine staatliche Zahl bekannter Regiegrößen aus aller Welt nach Berlin locken können. Im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären sind diesmal 19 Filme dabei. US-Regisseur Terrence Malick dürfte die wohl spektakulärste Verpflichtung für das Bären-Rennen sein, ein Name, der auch der Konkurrenz in Cannes gut gestanden hätte.

Berlinale 2015 Dieter Kosslick (Foto: Clemens Bilan/Getty Images)

Hat wieder ein attraktives Prgramm zusammengestellt: Dieter Kosslick

Weitere bekannte Filmemacher im Wettbewerb sind die Spanierin Isabel Coixet, deren "Nobody wants the Night" das Festival eröffnen wird, sowie die Briten Peter Greenaway und Kenneth Branagh. Aus Frankreich kommt Benoit Jacquot, aus Russland Alexei German. Chile ist gleich mit zwei Filmen vertreten, erstmals ist auch ein Beitrag aus Guatemala dabei. Traditionell kommen auch einige Filme aus Asien, in diesem Jahr sind es Werke aus Vietnam, China und Japan.

Politische Spannungen im Vorfeld

Für Diskussionen hat bereits der iranische Film "Taxi" von Jafar Panahi gesorgt. Der Regisseur, gegen den in seiner Heimat eigentlich ein Berufs- und Ausreiseverbot verhängt worden ist, hatte schon in den vergangenen Jahren mehrfach an der Berlinale teilgenommen und Preise gewonnen. Gegen die Aufführung von "Taxi" innerhalb des Berlinale-Wettbewerbs haben bereits konservative iranische Medien protestiert.

Berlinale 2015 WETTBEWERB Taxi EINSCHRÄNKUNG (Foto: Berlinale)

Im Iran umstritten, in der Welt des Kinos geliebt: Jafar Panahi

Der Rote Teppich wird sich wieder mit dem Aufmarsch nationaler und internationaler Stars schmücken können. Erwartet werden unter anderem Juliette Binoche und Nicole Kidman, Ben Kingsley, Robert Pattinson und viele mehr. Wer am Ende den Goldenen und die Silbernen Bären gewinnt, darüber entscheidet die siebenköpfige Jury um den US-amerikanischen Regisseur Darren Aronofsky. Ihm zur Seite stehen unter anderem der deutsche Schauspieler Daniel Brühl und Frankreichs weiblicher Topstar Audrey Tatou. Mit dabei in der Jury sind auch die peruanische Regisseurin Claudia Llosa, die 2009 den Goldenen Bären gewann, und US-Produzent Matthew Weiner, Erfinder der Erfolgsserie "Mad Men".

TV-Serien im Fokus

In einer Nebenreihe werden erstmals auch TV-Serien aus Europa, den USA und Deutschland auf großer Kinoleinwand zu sehen sein. "Die Berlinale ist ein Publikumsfestival und daher der richtige Ort, unseren Besuchern die besten und aufregendsten Serien vorzustellen und ihnen die Gelegenheit zu geben, diese im Rahmen des Festivals zu erleben", sagte Kosslick. Die Berlinale reagiert damit auf einen Trend, den andere internationale Festivals schon vorweg genommen haben.

Filmszene Deutschland 83 (Foto: Berlinale) EINSCHRÄNKUNG

TV-Serie im Kino: Von den acht Teilen von "Deutschland 83" werden die ersten beiden gezeigt

Neben dem Wettbewerb laufen in den beiden wichtigsten Nebenreihen Forum und Panorama zahlreiche Weltpremieren aus allen Erdteilen, engagiertes und politisches Kino, das auch abseits der großen Studios entstanden ist. In der Sektion "Generation" stehen traditionell Filme für Kinder und Jugendliche auf dem Programm.

Retro mit Farbfilmen

Die filmhistorische Retrospektive widmet sich in diesem Jahr dem Technicolor-Farbfilmverfahren. Rund 30 Klassiker, aber auch zahlreiche Entdeckungen, sind zu sehen. Viele der aufgeführten Filme der Retrospektive laufen in rekonstruierten und restaurierten Fassungen. Auf besonderes Interesse dürfte auch der deutsche Stummfilmklassiker "Varieté" stoßen, der nach aufwendiger Restaurierung während der Berlinale in festlichem Rahmen gezeigt wird.

Filmszene Yolanda and the Thief (Foto: Berlinale) EINSCHRÄNKUNG

Farbenrausch in der Retrospektive: "Yolanda and the Thief"

Der Film-Markt, der seine Pforten nur für ein Fachpublikum öffnet, findet parallel zum Festival wieder im Martin-Gropius-Bau statt. Dort kommen Ver- und Einkäufer aus aller Welt zusammen, um mit neuesten Filmen zu handeln. Gezeigt werden in den Messeständen des Marktes brandneue Filme, zum Teil aber auch nur Ausschnitte von noch nicht komplett fertig produzierten Werken. Erwartet werden wieder rund 8000 Fachbesucher.

"Fifty Shades of Grey" auf der Berlinale

Doch auch das offizielle Programm der Berlinale wird von vielen großen Verleih- und Produktionsfirmen, besonders aus Hollywood, als Werbeplattform für neu anlaufende Filme genutzt. So feiert die Verfilmung des Weltbestsellers "Fifty Shades of Grey" nur einen Tag vor seinem regulären Deutschland-Start (12.2.) feierliche Premiere im Rahmen des Festivals.

Fertigung der Berlinale Bären (Foto: Lukas Schulze/dpa)

Noch wird geschliffen: der Hauptpreis der Berlinale

Insgesamt werden vom 5.-15.2. 441 Filme aus 72 Ländern gezeigt, viele davon als Weltpremiere. Die Anzahl der Kino-Vorführungen während der elf Berlinale-Tage dürfte sich wieder auf über 1000 summieren. Der Filmnachwuchs kommt bei "Berlinale Talents" auf seine Kosten, eine Art Kino-Workshop mit prominenten Paten aus der Filmwelt.

Publikumsfestival Berlinale

Am Abend des 14.2. werden die Preise verliehen, der allerletzte Tag der 65. Berlinale ist dann ausschließlich dem Publikum vorbehalten. Wie in den vergangenen Jahren erhält das Berliner Publikum im Rahmen von "Berlinale Kiez" die Möglichkeit, Filmvorstellungen in fast allen Stadtteilen Berlins zu besuchen.

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