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Aktuell Deutschland

Starre Fronten bei der Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa zeigt sich in der laufenden Tarifauseinandersetzung hart. Das Sparprogramm soll durchgezogen werden, auf weitere Arbeitsniederlegungen ist man gefasst.

"Wir sind bereit für neue Streiks, wenn wir dadurch unsere langfristigen Ziele erreichen", sagte Finanzchefin Simone Menne. Sie betonte ausdrücklich, auch auf einen Ausstand der Piloten stelle sich die Airline ein.  "Wir würden nicht wegen kurzfristiger Harmonie unser langfristiges Wachstum aufs Spiel setzen." Das Unternehmen brauche mehr Flexibilität, begründete die Lufthansa-Finanzchefin die unnachgiebige Linie.

Aktuelle Streikkosten noch unklar

Die genauen Kosten des Streiks in der vergangenen Woche konnte sie noch nicht beziffern. Sie betonte lediglich, beim dreitägigen Ausstand der Flugbegleiter im vergangenen Jahr seien es 33 Millionen Euro gewesen.

Lufthansa-Finanzvorstand Simone Menne (Foto: dpa)

Die Lufthansa muss flexibler werden, ist sich Finanzvorstand Simone Menne sicher

Am Donnerstag hatte es an mehreren deutschen Flughäfen Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi gegeben, vor allem an der Lufthansa-Basis Frankfurt. Insgesamt waren etwa 6000 Mitarbeiter der Unternehmens einem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt und hatten die Arbeit niedergelegt. Hunderte Verbindungen wurden gestrichen. Deutschlandflüge und fast alle innereuropäischen Routen waren betroffen.

Fünf Prozent mehr versus Nullrunde

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für rund 33.000 Mitarbeiter vor allem aus den Technik- und Servicesparten. Die Gewerkschaft verlangt für sie 5,2 Prozent mehr Geld und Kündigungsschutz. Die Fluggesellschaft dagegen hat von den Arbeitnehmern Nullrunden und längere Arbeitszeiten als Beitrag zum laufenden Sparprogramm gefordert.

Die Lufthansa fährt derzeit einen Sparkurs. Weltweit sollen 3500 Stellen insbesondere in der Verwaltung gestrichen werden. Dadurch erhofft sich die größte deutsche Airline Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Euro.

haz/wa (dpa, rtr)

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