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Außenhandel

Starke Monate für deutsche Exporte

Die deutschen Exporte brummen weiterhin, trotz einer leichten Delle im April: Im Vergleich zum Vormonat lag das Plus bei 0,9 Prozent. Die Deutsche Bundesbank hebt ihre Konjunkturprognose an.

In den ersten vier Monaten des Jahres gingen Waren im Wert von 420,4 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im April wurden Waren im Wert von 101,0 Milliarden Euro ausgeführt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im März waren die Exporte um 0,4 Prozent gewachsen. Die Importe legten im April um 1,2 Prozent zum März zu. Der Überschuss in der Handelsbilanz lag saisonbereinigt bei 19,8 Milliarden Euro.

Im Jahresvergleich erweist sich der April als kleiner Ausreißer. Die Ausfuhren lagen in diesem April 2,9 Prozent niedriger als im April 2016.  "Die Exporterfolge in diesem Jahr haben einen ersten Dämpfer erhalten. Nach einem starken ersten Quartal ist vor allem der Handel mit Ländern
außerhalb der EU zurückgegangen", sagte DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier. Immerhin sei das Plus von 0,9 zum Vormonat drei Mal so hoch ausgefallen wie von Experten erwartet.  In diesem Jahr waren die deutschen Exporte  im März schon auf den höchsten Monatswert seit 1950 gestiegen.

Die deutsche Bundesbak hob denn auch für das gesamte Jahr ihre Konjunkturprognosen etwas an. Die Notenbanker erwarten nun für 2017 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent, wie die Bundesbank am Freitag mitteilte. Bislang lag die Prognose bei 1,8 Prozent. Für 2018 liegt die Vorhersage der Bundesbank nun bei 1,7 Prozent, bisher erwartete sie 1,6 Prozent.

Deutschland European Banking Congress EBC in Frankfurt (Getty Images/AFP/D. Roland)

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann

"Kräftige Aufwärtsbewegung"

Exporte und wieder steigende Investitionen der Unternehmen stützten das Wachstum, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. "Dank der sehr guten Arbeitsmarktlage wird der private Konsum im Verbund mit der Nachfrage des Staates und den Wohnungsbauinvestitionen weiterhin für ein solides Grundtempo sorgen", so Weidmann. Es handele sich um eine breit angelegte, recht kräftige konjunkturelle Aufwärtsbewegung.

Gegenwind auf den Weltmärkten könnte der Exportnation Deutschland allerdings Probleme bereiten. "Möglicherweise zunehmende protektionistische Tendenzen könnten das Wirtschaftswachstum schwächen", erklärte die Notenbank. So droht zum Beispiel die US-Regierung mit Handelsschranken.

ar/uhe (dpa, rtr)

 

 

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