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Filme

Star-Wars-Regisseur schmeißt hin

"Jurassic World"-Regisseur Colin Trevorrow sollte "Star Wars: Episode IX" drehen. Jetzt hat Lucasfilm das Ende der Zusammenarbeit bekanntgegeben. Es ist nicht die erste Trennung im Star Wars-Universum.

"Lucasfilm und Colin Trevorrow haben in beiderseitigem Einvernehmen entschieden, bei 'Star Wars: Episode IX' getrennte Wege zu gehen", heißt es in einem Statement von Lucasfilm. "Colin war während des gesamten Entwicklungsprozesses ein wunderbarer Mitarbeiter, aber wir sind übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass unsere Visionen für dieses Projekt sich unterscheiden. Wir wünschen Colin das Beste und werden bald neue Informationen zum Film herausgeben."

Konflikt mit Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy

US-Amerikanische Medien hatten über Trevorrows Abschied spekuliert, seit sein letzter Film, "The Book of Henry", sich als kommerzieller Flop erwiesen hatte. Der "Hollywood Reporter" zitierte anonyme Quellen und nannte andauernde Differenzen über das Drehbuch als Hauptgrund für die Trennung. Die Wochenzeitung berichtete, dass das Verhältnis zwischen dem 40-Jährigen und Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy "unbeherrschbar" geworden sei. Sie habe den Verlust des Regisseurs aber verhindern wollen. Trevorrows "Jurassic World" hatte 2015 mit einem Einspielergebnis von 208,8 Millionen Dollar (rund 175 Mio Euro) das bis dahin erfolgreichste Startwochenende aller Zeiten verbuchen können. Von Platz eins stieß ihn "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (Episode VII) im Dezember desselben Jahres mit 248 Millionen Dollar (rund 208 Mio Euro). Ein Nachfolger für Trevorrow wurde noch nicht genannt.

Chris Miller und Phil Lord (Getty Images/Walt Disney Studios/B.A. Pruchnie)

Mussten ebenfalls gehen: die Regisseure Chris Miller (links) und Phil Lord

Zweite Trennung des Jahres

Im Juni hatte Lucasfilm überraschend das Regisseur-Duo Phil Lord und Chris Miller ("21 Jump Street", "The Lego Movie") geschasst. Die beiden hatten bereits mit den Dreharbeiten für der noch namenlosen Star-Wars-Spinoff über die Abenteuer des jungen Han Solo. Auch hier waren "kreative Differenzen" der Grund. Hintergrund soll ein Konflikt der beiden Regisseure mit Kathleen Kennedy und Drehbuchautor Lawrence Kasdan gewesen sein. Während Lord und Miller einen Stil bevorzugen, der sehr stark auf Improvisation setzt, bestand der langjährige Star-Wars-Autor wohl auf eine genaue Umsetzung seiner Vorlage. Die Regisseure wurden durch Oscar-Preisträger Ron Howard ersetzt.

"Episode IX" wird die dritte Trilogie abschließen. Er soll 2018 gedreht werden und 2019 in die Kinos kommen. Mitte Dezember läuft zunächst der zweite Teil der neuen Trilogie, "Star Wars: Die letzten Jedi", an. Der im April veröffentlichte erste Trailer für den Film unter der Regie von Rian Johnson war im Internet bereits zum Hit geworden. Darin ist auch die im Dezember 2016 verstorbene Schauspielerin Carrie Fisher in ihrer Rolle als Prinzessin Leia noch einmal zu sehen. Sie hatte ihre Szenen für den Film noch abschließen können.

ka/suc (afp/dpa)

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