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Wirtschaft

Standardwerte dümpeln vor sich hin

Ohne die Vorgaben aus New York schienen die Frankfurter Händler nicht zu wissen, was sie tun sollten. "Das Geschäft ist ruhig", sagte ein Händler und fügte hinzu: "Eigentlich könnten wir alle nach Hause gehen."

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Frankfurter Börse

Der DAX pendelte lange um die Null-Linie und beendete den Tag bei 4872 Punkten, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Heftig waren dagegen die Verluste am Neuen Markt. Kurz nach Handelsbeginn rutschte der Nemax-50-Index unter tausend Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit vier Monaten. Bis zum Handelsende gelang es ihm nicht, diese Marke wieder zu durchbrechen. Der Schlußstand: 994 Punkte, ein Minus von 3,3 Prozent.

Größter Verlierer am Neuen Markt war die Aktie von D.Logistics, die um vierzig Prozent eingebrach. Der Logistikdienstleister hat seine Ergebnisprognose für 2001 drastisch verfehlt. Statt einem Gewinn von über 30-40 Millionen Euro wird wahrscheinlich nur eine Zahl zwischen Null und vier Millionen herauskommen.

T-Aktie ging nach oben

Bei den Standardwerten gehörte das Index-Schwergewicht Telekom zu den Gewinnern. Beflügelt wurde die Aktie von positiven Kommentaren der US-Investment-Banker von Goldman Sachs. Die sehen bei der T-Aktie ein Kurspotenzial von 20 Prozent nach oben. Am Montag gewann die Aktie ein Prozent.

Bankentitel standen unter Druck, mit Ausnahme der Commerzbank. Die konnte zwischenzeitlich mehrere Prozent zulegen, am Ende blieb ein Plus von einem Prozent. Die WCM Beteiligungs-AG hatte zuvor bekanntgegeben, dass sie ihre Anteile an der Commerzbank von bisher einem auf 5,5 Prozent erhöht hat. Die WCM beabsichtigt mittelfristig, ihren Anteil auf knapp 10 Prozent auszubauen.

Zu den Verlierern zählte hingegen das Papier des Spezialchemie- konzerns Degussa. Der Titel verlor über zwei Prozent und bildete mit SAP das Schlusslicht im DAX. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen.

Keine Chance für RWE-Aktie

RWE macht gleich zweimal von sich reden: Laut Zeitungsberichten wolle der Essener Stromkonzern den britischen Konkurrenten Innogy übernehmen. Außerdem will die Tochter RWE Gas ihre Position auf dem polnischen Gasmarkt ausbauen und sich mit 49 Prozent an einem polnischen Unternehmen beteiligen. Der Aktie half dies nicht, sie verlor sogar leicht.

Der Rentenmarkt zeigte sich unverändert. Der Bund-Future fiel um 0,1 Prozent auf 107,86 Punkte. Der Rentenmarkt-Index Rex legte um 0,06 Prozent auf 112,80 Zähler zu. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 4,77 Prozent fest, drei Basispunkte niedriger als am Freitag.

Die Schlußkurse der 30 Standardwerte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 78,45 -0,20
Allianz 253,00 -1,00
BASF 41,45 0,29
Bayer 33,94 -0,05
Bay. HypoVereinsbank 33,00 -0,30
BMW 41,50 0,36
Commerzbank 18,43 0,18
DaimlerChrysler 42,56 0,21
Degussa 33,40 -0,69
Deutsche Bank 67,85 -0,60
Deutsche Post 15,32 0,25
Deutsche Telekom 15,39 0,18
E.ON 57,00 0,95
Epcos 42,75 -0,55
Fresenius Medical Care 61,80 0,56
Henkel 64,79 -0,06
Infineon Technologies 25,41 -0,04
Linde 52,83 -0,52
Lufthansa 17,13 -0,07
MAN 26,15 0,29
Metro 36,71 0,06
MLP 63,63 -0,48
Münchener Rück 277,70 0,20
Preussag 32,80 -0,25
RWE 41,02 -0,03
SAP 154,20 -3,31
Schering 65,86 0,42
Siemens 66,00 1,01
ThyssenKrupp 16,70 0,22
VW 51,70 -0,05


Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro entspricht:
0,8715 US-Dollar
115,68 jap. Yen
0,6098 brit. Pfund

  • Datum 18.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1rmn
  • Datum 18.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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