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Bildung

Stadt der Kulturen

Obwohl auf der Landkarte etwas ab vom Schuss gelegen, geht es in Dresden in Sachen Sub- und Hochkultur gut zur Sache. Vor allem in der Neu- und Altstadt pulsiert das Leben.

Open-Air-Kino am Elbufer in Dresden (Foto: AP)

Am Elbufer: Open-Air-Kino vor eindrucksvoller Kulisse

Auch wenn man zunächst einfach nur auf der Augustusbrücke steht und über das Geländer schaut, ist das schon ein halbes Kulturprogramm: Die Silhouette der Altstadt, Semperoper und Frauenkirche, das helle Licht des Sandsteins – mehr braucht es nicht.

Prickelnde Neustadt

Und doch – ein Ausflug in die Neustadt lohnt. Hier schlägt das bunte Herz Dresdens. Zwischen schicken Werbeagenturen, eleganten Bars und alternativer Wohnkultur passen immer noch eine Kneipe und ein gutes Stück vom savoir-vivre der alten Bohème. Früh aus dem Haus, ins Café, die Zeitung zur Hand und dann schauen, was der Tag bringt. Dresden ist vorbereitet.

Die Neustadt mit ihren eng bebauten Straßenzügen lebt von diesem luftigen Flair. Hervorzuheben ist hier die Louisenstraße mit ihren unzähligen Clubs, Bars und Kneipen. Sichere Anlaufpunkte sind zudem die "Groove Station" und das "Hebedas" mit Wohnzimmeratmosphäre und Wohlfühlgarantie. Hier treffen sich alle: vom Art Director bis zum Gossen-Poeten.

Ausflugsziel: Altstadt

Die Dresdener Semperoper bei Nacht (Foto: dpa)

Ein Schmuckkästchen: die Semperoper am Theaterplatz

Gediegener und gleichsam hochkulturell geht es am linken Elbufer zu, in der Altstadt. Hierher kommen nicht nur Busladungen von Touristen, hier glänzt Dresden exakt so, wie im Prospekt. Etwa im "Grünen Gewölbe". Dort finden sich die Kostbarkeiten aus der "Wettiner Schatzkammer", darunter wertvolle Skulpturen, verspielte Zierschalen, Smaragde und Diamanten.

Nicht weit davon ist die Semperoper, Heim- und Spielstätte der Sächsischen Staatskapelle. Hier wurden nicht nur Opern von Richard Wagner und Richard Strauß uraufgeführt, das heimische Orchester zählt heute zu den besten der Welt. Das Haus selbst ist ein Schmuckkästchen, erbaut von Gottfried Semper und zu DDR-Zeiten wiederaufgebaut unter Erich Honecker.

Dresden – das ist auch seine Umgebung. Obwohl etwas abseitig und im südöstlichen Zipfel auf der Landkarte, ist die Lage ausgesprochen gut. Nicht nur, weil sich in unmittelbarer Nähe eines der schönsten deutschen Mittelgebirge befindet – das Elbsandsteingebirge –, sondern auch, weil in Zeiten der Globalisierung und offenen Grenzen die Nähe zu den Nachbarn in Polen und Tschechien eine neue Qualität gewinnt.


Autor: Sven Näbrich
Redaktion: Stephanie A. Hiller

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