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Antisemitismus

Stadionverbote für Lazio-Ultras

Nach der Verhöhnung von Anne Frank hat die italienische Polizei Stadionverbote gegen 13 Ultras von Lazio Rom verhängt. 20 Anhänger des Clubs sind im Zusammenhang mit der antisemitischen Aktion identifiziert.

Ein vorbestrafter Hooligan wird acht Jahre lang landesweit keine Fußball-Arena mehr betreten dürfen. Elf weitere Lazio-Anhänger im Alter zwischen 17 und 30 Jahren werden für fünf Jahre ausgesperrt. Alle Bestraften gehören der berüchtigten Hooligan-Gruppe "Irriducibili" (Die Unbeugsamen) an, die für mehrere rassistische Vorfälle verantwortlich gemacht wird. Wegen "Anstachelung zum Rassenhass" ermittelt zudem die römische Staatsanwaltschaft. Der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito, rechnet für den Verein nicht mit einer Strafe.

Die Untersuchungen wurden eingeleitet, nachdem im Olympiastadion der Hauptstadt zuletzt Klebebilder mit antisemitischen Slogans gefunden worden waren. Auf einigen Bildern war das jüdische Mädchen Anne Frank im Trikot des Stadtrivalen AS Rom zu sehen. Neben den Aufklebern standen antisemitische und homophobe Sprüche, die AS-Rom-Anhänger beleidigen sollten. Die Aktion hatte zu großer Empörung über Italien und die Sportwelt hinaus geführt.

Während einer Gedenkminute für Anne Frank vor dem Spiel der Römer am Mittwoch beim FC Bologna (2:1) hatten Lazio-Fans faschistische Gesänge angestimmt.

mrl/sn (sid, dpa)

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