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Aktuell Welt

Stabiler, aber schwieriger Partner: Obama zu Besuch in Saudi-Arabien

Der US-Präsident hat extra seine Indien-Reise abgekürzt, um dem arabischen Königreich seine Aufwartung zu machen. Doch bei der Trauer um den verstorbenen Monarchen dürften es beide Seiten nicht bewenden lassen.

US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle sind zu einem Besuch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eingetroffen. Nach dem Tod von König Abdullah wollten die Obamas nach Angaben der US-Regierung dem neuen König Salman (Artikelbild) ihr Beileid aussprechen. Zugleich geht es um einen Neuanfang in dem spannungsgeladenen Verhältnis zwischen beiden Verbündeten. Obama hatte eigens seinen Indien-Besuch abgekürzt, um nach Saudi-Arabien fliegen zu können.

Abdullah war am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren gestorben. Bereits einen Tag später ging die Macht an seinen 79-jährigen Halbbruder Salman über. Saudi-Arabien gehört zu den wichtigsten und stabilsten Bündnispartnern der USA im Nahen Osten.

Differenzen wegen Öl, Israel, Syrien und Iran

Allerdings sind Spannungen zwischen beiden Ländern nicht zu übersehen. Die Differenzen reichen von Ölpreisen, Menschenrechtsverletzungen, der Syrien-Politik bis hin zu den Atomverhandlungen mit dem Iran und dem Verhältnis zu Israel.

Einig sind sich beide Länder, dass die innenpolitische Krise im Jemen und der dortige Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida eine große Gefahr für die Region bedeuten. Auch in der Einschätzung von Terrorismus und der Gefahr durch die Terror-Organisation "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak sind sich beide Länder weitgehend einig.

sti/kle (dpa, afp)