Staatsmedien: Nordkorea zu regelmäßigem Austausch mit UN bereit | NRS-Import | DW | 09.12.2017
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Nordkorea und die UN

Staatsmedien: Nordkorea zu regelmäßigem Austausch mit UN bereit

Die Meldung kam zum Abschluss des Besuchs von UN-Untergeneralsekretär Feltman in dem kommunistischen Land. Ob sie aber mehr ist als ein schöner Abschiedsgruß für den Mann aus New York, muss sich erst noch zeigen.

Im Rahmen seines Nordkorea-Besuchs kam UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman auch mit Außenminister Ri Yong-Ho zusammen (Foto: Reuters/KCNA)

Im Rahmen seines Nordkorea-Besuchs kam UN-Untergeneralsekretär Feltman (li.) auch mit Außenminister Ri zusammen

Pjöngjang sei bereit, den Kontakt zu den Vereinten Nationen "durch Besuche auf verschiedenen Ebenen" aufrecht zu erhalten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA nach einer fünftägigen Visite des UN-Untergeneralsekretärs Jeffrey Feltman in dem abgeschotteten Land.

Laut KCNA bekundete Feldman seinerseits den Willen, zu einer Entspannung der Lage auf der koreanischen Halbinsel beizutragen. Auch habe er die negativen Auswirkungen der internationalen Sanktionen gegen Nordkorea auf die humanitäre Situation dort bestätigt. Feltman traf sich unter anderem mit Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho. Ob Feltman auch mit Machthaber Kim Jong Un zusammenkam, blieb unklar. Feltman gab keine Stellungnahme zu seinen Gesprächen in Pjöngjang ab. Zuletzt hatte im Jahr 2010 ein UN-Vertreter seines Ranges Nordkorea besucht. 

Kim nennt Trump erneut "senilen Greis"

In den Gesprächen mit Feltman erneuerte Pjöngjang seine Vorwürfe gegen die USA. Die "feindliche US-Politik" und die "nukleare Erpressung" durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump seien für die massiven Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verantwortlich, hieß es in dem KCNA-Bericht. Machthaber Kim griff Trump zudem erneut persönlich an. Der 71-Jährige sei ein "seniler Greis", erklärte Kim mit Blick auf die Entscheidung Trumps, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Der US-Präsident hatte den nordkoreanischen Machthaber in der Vergangenheit mehrfach als "kleinen Raketenmann" geschmäht. 

Nordkoreas Atomwaffen- und Raketentests rufen international große Sorge hervor. Nach dem jüngstem Raketentest war der UN-Sicherheitsrat in der vergangenen Woche zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengetreten, ohne verschärfte Strafmaßnahmen zu beschließen. Nordkorea hatte Ende November eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Das gesamte US-Festland befinde sich nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen, teilte Pjöngjang anschließend mit.

sti/ust (afp, rtr)