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Wirtschaft

Staatsfonds von Dubai soll saniert werden

Die unter Milliardenschulden ächzende Staatsholding des Emirats Dubai hat einen Plan zur Sanierung und Umstrukturierung vorgelegt. Die Börsen am Golf gingen dennoch weiter in die Knie.

Börse (Foto: dpa)

Krisenstimmung: An der Börse in Dubai fallen die Kurse

Mit dem Sanierungsplan sollten rund 26 Milliarden Dollar umgeschichtet werden, teilte die Staatsholding "Dubai World" in der Nacht zum Dienstag (01.12.2009) mit. Zwei der wichtigsten Tochtergesellschaften, das Bauunternehmen Nakheel und das international aktive Immobilien-Unternehmen Limitless World, würden umgebaut. Die Gespräche mit den Banken von Dubai World hätten bereits begonnen.

Schock für Finanzmärkte

Das Luxushotel Burj Al Arab lin Dubai

Das Luxushotel Burj Al Arab liegt auf einer künstlichen Insel vor Dubai

"Dubai World" hatte die Finanzmärkte in aller Welt am Mittwoch vor einer Woche mit Bitte um einen Zahlungsaufschub für einen Teil der Schulden in Höhe von rund 60 Milliarden Dollar geschockt. Das Firmenkonglomerat will seine Schulden erst mit einem halben Jahr Verspätung im Mai 2010 zurückzahlen.

Der Baukonzern Nakheel hätte bis Dezember Schuldverschreibungen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) begleichen müssen. Nakheel baut die berühmten Palmeninseln vor der Küste von Dubai, die als Symbol des aufstrebenden Emirats gelten.

Regierung hält sich raus

Börse (Foto: dpa)

Das Emirat will nicht für Dubai World haften

Vor den Erklärungen von "Dubai World" über den Sanierungsplan hatte die Regierung des Emirats erklärt, sie werde nicht für die Milliardenschulden des Staatsfonds einstehen. "Zwar gehöre die Holding dem Staat", sagte Finanzminister Abdul Rahman Al Saleh. Es sei aber immer klar gewesen, dass die Regierung nicht als Bürge bereit stehe. Die Gläubiger müssten ihren Teil der Verantwortung selbst tragen. Der Finanzminister und der Leiter des Komitees für die Regierungsfinanzen, Dahi Khalfan, erklärten zudem, die Reaktion der Finanzmärkte auf die Zahlungsprobleme sei völlig überzogen. Die Banken in den Vereinigten Arabischen Emiraten - zu denen Dubai gehört - hätten genügend Kapital und Liquidität, um mit der Situation umgehen zu können.

Dennoch ging die Talfahrt der Börsen am Golf weiter. In den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Katar gaben die Kurse zu Handelsbeginn um fünf bis zehn Prozent nach. Lediglich in Kuwait, das an den großen Immobilien- und Freizeitprojekten der Region so gut wie keinen Anteil hat, hielten sich die Kursverluste in Grenzen.

Autor: Michael Wehling (rtr, dpa, afp)

Redaktion: Dirk Eckert

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