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Asien

Sri Lanka vor den Parlamentswahlen

Für Präsidentin Kumaratunga geht es um die Festigung der Macht. Entscheidend könnte das Wahlverhalten der tamilischen Minderheit sein.

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Beten für den Frieden

Eigentlich könnte sich Präsidentin Chandrika Kumaratunga zurücklehnen und in Ruhe abwarten, wie die Wähler am 5. Dezember entscheiden werden. Als Präsidentin kann sie ohnehin bis 2005 im Amt bleiben. Von Gelassenheit aber keine Spur, denn in den Neuwahlen zum Parlament versucht sie verzweifelt das Parteienbündnis zu stabilisieren, dem Frau Kumaratunga ihre politische Autorität verdankt: der Volksallianz ('People's Alliance'). Diese wiederum ist aus der 'Srilanka Freedom Party' hervorgegangen, an deren Spitze 21 Jahre lang Mitglieder ihrer Familie standen, darunter ihr Vater, der 1959 ermordete Premierminister Soloman Bandaranaike, und ihre Mutter Sirimavo Bandaranaike, der 1960 als erste Frau der Welt das Amt der Premierministerin übertragen wurde.

Konflikt zwischen Singhalesen und Tamilen

In den Parlamentswahlen geht es aus der Sicht der Präsidentin um vieles: um den Machtanspruch der zweiten Generation der Bandaranaike-Dynastie, um Grundfragen des ethnischen Konflikts zwischen den Singhalesen und Tamilen und vor allem um die Rückgewinnung verlorener Machtpositionen. Schließlich kam Frau Kumaratunga am 11. Oktober mit der Auflösung des Parlaments dem drohenden Misstrauensvotum zuvor. Zu diesem Schritt sah sie sich veranlasst, nachdem mehrere Abgeordnete ihr wackliges Regierungsbündnis verlassen hatten.