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Politik

Srebrenica - eine Chronologie

Der Zerfall Jugoslawiens führte 1992 zu einem Krieg in Bosnien. Die Vereinten Nationen errichteten zum Schutz der Muslime gegen die bosnischen Serben safe areas. Srebenica war eine dieser "sicheren" Enklaven.

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Der bosnisch-serbische General Ratko Mladic in feucht-fröhlicher Runde mit niederländischen Soldaten

1993 schicken die Niederlande Friedenstruppen nach Bosnien. Die "Blauhelme" werden im Rahmen der Unprofor-Mission für den Schutz der muslimischen Enklave Srebrenica eingeteilt.

Im Juni 1995 meldet Dutchbat-Kommandant Karremans nach Den Haag, dass seine Einheit nicht länger als voll operationell anzusehen sei, da die bosnisch-serbischen Streitkräfte die Schutzzone isolieren.

Am 6. Juni 1995 greifen die bosnisch-serbischen Streitkräfte (VRS) unter General Mladic Srebrenica an und stoßen auf nur wenig Widerstand.

11. Juni 1995: Srebrenica fällt. Einige Tausend Männer, die der bosnischen Moslem-Armee (AbiH) angehören, versuchen nach Tuzla zu fliehen. Sie werden von den Serben ermordet.

Am 17. Juli 1995 sprechen Dutchbat-Soldaten, die von der bosnisch-serbischen Armee in Geiselhaft genommen waren, von "ernsthaften Übergriffen" von serbischer Seite. Dennoch dementieren sowohl die Vereinten Nationen als auch die Regierung in Den Haag, dass es Hinweise für einen Massenmord gäbe.

Im Oktober 1995 stellt der damalige niederländische Verteidigungsminister Joris Voorhoeve fest, dass die niederländischen Blauhelme "nicht Schuld am Fall Srebrenicas" seien.

Mit dem Vertrag von Dayton endet am 21. November 1995 der Krieg in Bosnien.

1999 stellen die Vereinten Nationen fest, dass der Massenmord der Serben in Srebrenica nicht Dutchbat angekreidet werden kann.

Am 10. April 2002 erscheint der Untersuchungsbericht über Srebrenica vom Niederländischen Institut für Kriegsdokumentation (NIOD), der zum Schluss kommt, dass die Regierung "unzureichend vorbereitete und ausgerüstete" Soldaten in die UN-Schutzzone geschickt habe.

16. April 2002: Rücktritt der Regierung-Kok.

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