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Russland

Spurensuche nach dem Absturz der Tu-154

Noch immer hält der Schock in Russland an über den Absturz der Passagiermaschine, die unter anderem den Alexandrow-Armeechor nach Syrien bringen sollte. Und noch wollen Ermittler einen Anschlag nicht völlig ausschließen.

Tupolev Flugzeug Wrack Bergung (picture-alliance/dpa/Tass)

Überreste der Maschine nach dem Absturz

War es ein Pilotenfehler? Oder ein technisches Problem? Oder am Ende doch ein Terroranschlag? Nach dem Absturz der Tupolew-Maschine vom Typ Tu-154 gehen die Untersuchungen weiter, und die Behörden wollen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen. Bislang wurden an der ins Schwarze Meer gestürzten Maschine nach offiziellen Angaben keine Spuren einer Explosion oder eines Feuers gefunden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.

Bei dem Unglück kurz nach dem Start in Sotschi am vergangenen Sonntag kamen alle 92 Insassen ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg nach Syrien. An Bord waren auch Sänger und Tänzer des Alexandrow-Ensembles der Armee, das zur Feier des Jahreswechsels für russische Soldaten in Syrien auftreten sollte.

Tupolev Flugzeug Wrack Bergung (picture-alliance/dpa/Tass)

Auch das Fahrwerk der Maschine wurde aus dem Meer gezogen

Der zuständige Behördenleiter spricht nun von einem "anormalen Funktionieren" der Maschine. Es habe "mit Sicherheit" keine Explosion an Bord gegeben, erklärt auch der Chef der Flugsicherheit der russischen Luftwaffe, Sergej Bainetow. Doch im weiteren bleibt der Mann vage: "Aber ein Terrorakt ist nicht zwangsläufig eine Explosion, also schließen wir diese Version nicht aus", fügte Bainetow vor Journalisten hinzu. Ein Anschlag könne auch durch einen mechanischen Eingriff verübt werden, sagte er.

"Verdammt!"

In den vergangenen Tagen waren der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder der Maschine gefunden worden. Mehrere russische Medien zitierten eine angebliche Sprachaufzeichnung aus dem Cockpit, die auf Probleme mit dem Höhenruder hindeuten könnte. "Die Flügelklappen, verdammt! Kapitän, wir stürzen ab", gab das Boulevardblatt "Komsomolskaja Prawda" die Worte wieder. Eine offizielle Bestätigung für die Echtheit dieser Zitate gibt es bislang nicht.

ml/sti (afp, dpa)