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Aktuell Asien

Spur der Verwüstung über Nord-Philippinen

Erst ertrank die Hauptstadt Manila in den Monsunfluten, dann zog der verheerende Tropensturm "Fung-Wong" über den äußerten Norden der Philippinen. Die Zahl der Todesopfer steigt.

Nachdem "Fung-Wong" mit sintflutartigen Regenfällen und Überflutungen schon durch die Zwölf-Millionen-Metropole Manila eine Schneise der Verwüstung geschlagen hatte, traf er nun mit noch größerer Wucht die nördlichsten Provinzen der Philippinen. Massive Niederschläge und Windböen richteten verheerende Zerstörungen an. Bewohner berichteten vom schlimmsten Sturm an der Nordküste seit zehn Jahren.

Mehr als 100.000 Menschen wurden auf der Hauptinsel Luzon in die Flucht getrieben. Insgesamt sind nach Angaben des Zivilschutzes etwa eine halbe Million Menschen von der Katastrophe betroffen. Die Zahl der Todesopfer stieg am Samstag auf mindestens sieben.

Allein in Manila mussten mindestens 50.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Mit Booten und Lastwagen fuhren Rettungskräfte durch überschwemmte Stadtviertel, um die auf ihre Dächer geflüchteten Einwohner zu bergen. Besonders schlimm waren Stadtteile im Osten Manilas betroffen, wo der Fluss Marikina übers Ufer trat.

Rettungsboote in den Fluten: Der Marikina überschwemmte ganze Stadtviertel Manilas (foto: reuters)

Rettung in den Fluten: Der Marikina überschwemmte ganze Stadtviertel Manilas

Bewohner Manilas klagen seit Jahren, dass die Folgen der regelmäßigen Unwetter in der Region durch schlechte Stadtplanung und fehlende Abwasserkanäle verschärft würden. Jährlich wird das Inselarchipel von etwa 20 Taifunen oder etwas schwächeren Tropenstürmen heimgesucht. Im vergangen Jahr waren allein durch die Folgen des Taifuns "Haiyan" mehr als 7000 Menschen umgekommen.

"Fung-Wong" wird am Sonntag weiterziehen Richtung Taiwan und Süd-Japan.

Flutopfer im Wasser in Manilas Straßen (foto: reuters)

Nur das nackte Leben gerettet: Panische Flucht vor den Wassermassen in Manilas Straßen

Wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilte, richtete die laufende Monsun-Saison in weiteren teilen Asiens schwere Schäden an. Demnach sind im indischen Region Kaschmir mehr als 100.000 Menschen durch Wassermassen von der Außenwelt abgeschnitten. In Bangladesch seien mehr als 340.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben worden. Das DRK erwartet demnach durch die Fluten "gravierende Langzeitschäden" für die gesamte Region.

SC/uh (APE, afp, dpa)

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