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Sport

Sprintsiege durch Björgen und Pellegrino

Norwegens "Grande Dame" des Langlaufs, Marit Björgen, dominiert die Tour de Ski und setzt sich auf der 3. Etappe auch im Sprint durch. Bei den Männern überrascht ein Italiener, die Deutschen landen im Schnee.

Tour de Ski in Val Mustair, Marit Björgen freut sich im Ziel (Foto: dpa)

Norwegens Langlauf-Star Marit Björgen kann nicht nur über längere Distanzen gewinnen, sondern auch im Sprint

Auf der 3. Etappe der Tour de Ski der Langläufer hat die Norwegerin Marit Björgen einmal mehr gezeigt, dass sie sich in diesem Winter endlich zum ersten Mal den Gesamtsieg sichern will. In Val Müstair in der Schweiz feierte die sechsmalige Olympiasiegerin bereits ihren dritten Tagessieg und vergrößerte den Vorsprung in der Gesamtwertung. Björgen liegt nun 1:11 Minuten vor ihrer Landsfrau Heidi Weng und sogar zwei Minuten vor ihrer vermutlich ärgsten Konkurrentin um den Gesamtsieg, Therese Johaug, ebenfalls aus Norwegen.

Bei den Herren schaffte der Italiener Federico Pellegrino einen überraschenden Erfolg. Er verwies mit Favorit Petter Northug, der am Dienstag seinen 29. Geburtstag feierte, und Vorjahressieger Martin Johnsrud Sundby zwei Norweger auf die Plätze. Northug führt in der Gesamtwertung 25 Sekunden vor Sundby. Zwei Sekunden hinter Sundby liegt der Schwede Calle Halfvarsson auf Rang drei. Insgesamt ist die Spitze bei den Männern enger als bei den Frauen. Dario Cologna, dreimaliger Tour-de-Ski-Gesamtsieger aus der Schweiz, hat als Sechster nur 1:03 Minuten Rückstand auf Northug.

Kein guter Tag für Schwarz-Rot-Gold

FIS Cross Country World Cup Tour de Ski - Nicole Fessel (Foto: dpa)

Nicole Fessel und die anderen Deutschen liefen diesmal nur hinterher

Die deutschen Langläufer landeten auf der dritten Etappe der Tour de Ski dagegen nicht auf dem Podium, sondern im Schnee. Gleich vier DSV-Athleten stürzten und verpassten so die Chance auf eine bessere Platzierung. Platz elf von Hanna Kolb war deshalb noch das Beste im Val Müstair. "Es war nicht unser Tag", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich. Trotz ihres Halbfinal-Scheiterns war Hanna Kolb nicht unzufrieden. "Heute war ich nach dem Viertelfinale richtig platt und wusste, dass nicht mehr viel geht. Es war aber ein Schritt nach vorn." Für Kolb war es gleichzeitig das Ende der Tour. Sie bereitet sich nun auf den Sprint-Weltcup in Otepää (Estland) in zwei Wochen vor. Lucia Anger als 21. und die ebenfalls gestürzte Sandra Ringwald als 27. waren im Viertelfinale ausgeschieden.

Total angefressen waren die beiden größten deutschen Hoffnungen Denise Herrmann und Nicole Fessel. Beide waren in der Qualifikation gestürzt und damit ausgeschieden. "Ich wollte unbedingt ins Viertelfinale, um nicht zu viel Zeit einzubüßen. Aber ich habe mich an einer blöden Stelle mit den Schuhen verhakt und konnte das Gleichgewicht nicht mehr halten. Das war eindeutig mein Fehler", sagte Fessel betrübt. Herrmann war auf einer Eisplatte zu Fall gekommen. Ullrich kommentierte die Stürze mit Unverständnis: "Alle kommen durch, aber wir müssen uns hinlegen."

Fortgesetzt wird die Tour am Mittwoch mit einem 10-Kilometer-Rennen im klassischen Stil in Toblach im italienischen Pustertal.

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