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Kultur

Springfield feiert 25 Jahre Simpsons

Die gelbe Zeichentrickfamilie aus der fiktiven Kleinstadt Springfield bevölkert seit einem Vierteljahrhundert die Fernsehbildschirme weltweit. Am 17. Dezember 1989 lief die erste Folge im US-Fernsehen.

Fünf gelbe Zeichentrickfiguren sitzen im Auto, kurven durch die Kleinstadt, bis sie den Carport ihres Vorstadthauses erreichen, danach stürzen sie aus dem Wagen, rennen ins Wohnzimmer und springen auf die Couch vor dem Fernseher. Die Simpsons sind bereit, jetzt kann die Show beginnen.

561 mal gab es diesen Vorspann schon, oft wurde er abgewandelt und Jahreszeiten oder Ereignissen angepasst.

Als der Zeichner Matt Groening die Figuren erfunden hatte, wusste er noch nicht, welchen Erfolg die Geschichten um die Kleinstadtfamilie einmal haben würden. Entworfen hatte er sie eigentlich als Einspieler für eine Fernsehshow, doch dabei blieb es nicht lange.

USA Schauspieler Matt Groening

Der Erfinder der Simpsons, Matt Groening

Groening holte sich Autoren, die die skurrilen Stories um die Familie lieferten. Da wird Springfield auch schonmal von Atomunfällen, Giftgas und Überschwemmungen bedroht - meistens aber geht es um den Alltag einer durchgeknallten Familie. Mit Vater Homer, der im ortseigenen Atomkraftwerk arbeitet und von seinem zwielichtigen Chef drangsaliert wird, was er gerne in der Kneipe wieder versäuft. Mit Mutter Marge, die zwischen Kindern und Ehe immer wieder versucht sich selbst zu verwirklichen, mit dem pubertierenden Sohn Bart, der schlecht in der Schule ist, andauernd Mist baut und trotzdem eine gute Seele hat. Mit der kleinen Schwester Lisa, die eine Saxophon spielende Überfliegerin ist. Und hinten dran hängt noch die kleine Maggie, deren einzige Aufgabe es ist, dabei zu sein und an einem großen Schnuller zu saugen. Und alle sind stets dabei, ihre Familienmitglieder in den Wahnsinn zu treiben.

Mit Gastauftritten geadelt

Viele US-Stars hatten in der Serie schon ihre Gastauftritte als Comicfigur, die dann auch mit den Stimmen der Gäste vertont wurden. Mittlerweile gilt es als Ehre, bei den Simpsons mitzumachen, auch wenn die Stars natürlich meistens überzogen dargestellt sind. Beliebtester Gaststar ist der schwerkranke Physiker Stephen Hawking mit bereits vier Auftritten. Auch Hollywoodschauspieler waren dabei, Stars aus erfolgreichen US-Serien, Schriftsteller, Sportler, Politiker wie Tony Blair, Musiker wie Justin Timberlake, George Harrison oder ganze Bands, etwa die Red Hot ChiliPeppers. Gaststar in der 500. Folge war Julian Assange, der Leiter des Wikileaks-Projekts.

Bildergalerie Linkshänder Bart Simpson

Lisa und Bart Simpson am Originalschauplatz der 350. Folge

Obwohl der Humor, Wortspiele und politische Anspielungen auf das Leben in den USA zugeschnitten sind und von vielen ihrer ausländischen Zusauer nicht wirklich verstanden werden, ist die Simpsons-Serie Kult und wird von einem gewinnträchtigen Merchandising begleitet.

2012 wurden die Simpsons auf dem Hollywood Walk of Fame mit einem Stern geehrt.

Forever young
In der deutschsprachigen Version wird Homer, der in der Serie nie älter als 40 ist, von Deutschlands ältestem Synchronsprecher, dem 85-jährigen Norbert Gastell gesprochen - den "Altersunterschied" merkt man kaum. Von Anfang an dabei war auch die Schauspielerin Sabine Bohlmann, die der neunmalklugen Simpsons-Tochter ihre leicht quäkende Stimme leiht. Schauspielerin Elisabeth Volkmann sprach bis 2006 die Marge; nach ihrem Tod übernahm Anke Engelke die Rolle. Ewig junggeblieben ist auch Sandra Schwittau, die Bart ihre Stimme leiht - wie im us-amerikanischen Original - auch dort spricht eine Frau den Simpsons-Jungen.
Die Simpsons starteten in Deutschland 1991 zunächst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Später wanderte die Serie ins Privatfernsehen, wo sie nach wie vor in vielen Wiederholungen fast täglich läuft.
sw/so (dpa, ard)