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Aktuell Afrika

Sprengstoffanschläge in Kairo

Es war ein angekündigtes Attentat. Bei Bombenexplosionen in Ägypten sind mindestens zwei Polizisten getötet worden. Am Wochenende hatte eine Terrorgruppe mit Anschlägen gedroht.

Beim Versuch, mehrere Sprengsätze zu entschärfen, sind in Kairo mindestens zwei Polizisten ums Leben gekommen. Weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das ägyptische Innenministerium mit. Die Bomben detonierten kurz vor dem Jahrestag des Sturzes von Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi in unmittelbarer Nähe des Präsidentenpalasts. Ob Staatschef Abdel Fattah al-Sisi sich zum Zeitpunkt der Explosionen in seinem Amtssitz aufhielt, ist unklar. Sicherheitskräfte riegelten die Umgebung ab und suchten nach weiteren Sprengkörpern.

Die sunnitische Dschihadistengruppe Ansar Beit al-Makdis hatte am Samstag Bombenanschläge angekündigt. Sie wird für zahlreiche Attentate in Ägypten verantwortlich gemacht. Die neue Islamistengruppe Adschnad Masr (Soldaten Ägyptens) hatte in den vergangenen Tagen erklärt, sie habe Bomben nahe dem Amtssitz des neuen Staatschefs al-Sisi versteckt. Sie gab aber an, die Bomben nicht gezündet zu haben, um keine Zivilisten zu töten.

Hunderte Todesurteile

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mursi kommt es in Kairo immer wieder zu Terroranschlägen. Erst am vergangenen Wochenende waren bei einer Explosion in einem Vorort eine Mutter und deren Tochter gestorben.

Die Militärs, die 2013 die Macht übernommen haben, gingen in der Folge hart gegen Mursis Anhänger von der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft vor. Mehr als 1400 Menschen wurden seither getötet, etwa 15.000 weitere festgenommen. Hunderte von ihnen wurden zum Tode verurteilt.

jj/gmf (dpa, rtr, afp)