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Europa

Sprachenstreit in Belgien flammt auf

Von Diskriminierung ist die Rede, von Immobilienkontrolle, von illegalem Vorgehen: In einigen Randgemeinden von Brüssel soll es Absprachen geben, dass Häuser nur an die Belgier verkauft werden, die flämisch sprechen.

Mathieu Grosch (Foto: Grosch)

Mathieu Grosch ist Abgeordneter der EVP

Der Sprachenstreit in Belgien zwischen Wallonen und Flamen scheint wieder aufzuflammen. Während der Osterfeiertage berichtete der flämische Fernsehsender VRT über Absprachen mit Immobilienmaklern in den Gemeinden Overijse und Vilvoorde, die französischsprachige Belgier benachteiligen: Nicht nur sollen größere Bauvorhaben nur auf Niederländisch beworben worden sein, auch beim Kauf von Immobilien sollen Menschen, die kein Niederländisch sprechen, benachteiligt worden sein.

Seit 1994 ist Belgien ein in drei Regionen unterteilter Bundesstaat: In Flandern wird Niederländisch gesprochen, in Wallonien Französisch und in der Hauptstadtregion Brüssel überschneiden sich die Sprachgebiete. Die Flamen machen mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung aus, die Wallonen stellen knapp ein Drittel. Nur rund zehn Prozent der Belgier gelten als zweisprachig. Ein richtiges Gemeinschaftsgefühl als belgische Nation kommt da nicht auf.

Der belgische EU-Abgeordnete Mathieu Grosch von der Europäischen Volkspartei (EVP) spricht mit Günther Birkenstock über den aktuellen Fall.

Autor: Julia Kuckelkorn

Redaktion: Fabian Schmidt

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