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Ausbildung

Sprache ist mehr als nur Sprechen

DW Praktikantin Sarah D. erzählt von einer weiten Reise, die sie ihren Zielen näher brachte.

In Deutschland sind "Orientierungsreisen" weit verbreitet. Nach dem Abi, nach dem Studium, oder vor dem Jobwechsel reisen junge Menschen gerne in ein anderes Land, um sich über die eigenen Ziele klar zu werden. "Work and Travel" ist dafür nur eine Möglichkeit aus vielen. Es funktioniert ganz einfach: man geht in das jeweilige Land, arbeitet dort und reist von Ort zum Ort.

Meine Reise, direkt nach dem Abitur, ging nach Australien.
Ich wollte unbedingt studieren, wusste aber noch nicht in welche Richtung ich gehen sollte. So besuchte ich, in Begleitung meiner besten Freundin, eine Messe mit dem für mich richtigen Titel "Was tun nach dem Abi?" Nach einer Woche hatte meine Freundin sich für "Work and Travel" entschieden: ihr Ziel war Australien. Und ich tat es ihr gleich.

Australien war beeindruckend! Ein wunderschönes Land mit traumhaften Landschaften. Man lernt enorm viel, wenn man sich für eine solche Reise entscheidet. Man wird selbständiger und lernt interessante Menschen aus der ganzen Welt kennen. Da Australien ein Einwandererland ist, trifft man dort viele Engländer, Italiener, Griechen. Ich konnte damals Deutsch, Französisch und Englisch und kam sehr gut zu Recht. Die Sprachen zu beherrschen gab mir Sicherheit und erleichterte nicht nur die Verständigung, sondern hat mir auch geholfen die Menschen und deren Kultur besser zu verstehen.

In den 10 Monaten, die ich dort verbracht habe, wurde mir klar: Sprache ist viel mehr als nur Sprechen, es ist ein Kulturgut und ein Lebensgefühl. In der Melodie der jeweiligen Sprache wird die Mentalität und jahrhundertlange Geschichte widergespiegelt.
Übrigens, in Australien selbst haben meine Freundin und ich uns nur ein einziges Mal getroffen. :-)
Nach der Rückkehr aus Australien stand meine Entscheidung fest. Ich habe mich für Englisch und Spanisch eingeschrieben und Geografie dazu genommen – ein absoluter Glücksgriff!