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Filme

Sprach-Wirrwarr und 60's-Girl-Groups bei den Golden Globes

Die Politparabel "Babel" und das Musical "Dreamgirls" sind die großen Gewinner der Goldenen Globes 2007. Die Siegerfilme gelten als heiße Anwärter auf die Oscars. Deutschland ging leer aus.

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Eine Goldene Weltkugel bekam Alejandro Gonzalez Inarritu für 'Babel'

Der auf drei Kontinenten spielende Film "Babel" des mexikanischen Regisseurs Alejandro Gonzalez Inarritu wurde bei einer Gala in Beverly Hills am Montagabend (15.01.2007) zum besten Kinodrama des Jahres gekürt. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger gab die Preisträger persönlich bekannt. "Dreamgirls" setzte sich als beste Filmkomödie durch und verhalf Jennifer Hudson sowie Eddie Murphy zu je einem Golden Globe als Nebendarsteller. Das Musical mit Beyonce Knowles in der Hauptrolle zeigt den Aufstieg und Fall eines schwarzen Mädchentrios in den 1960er Jahren.

Die Preisverleihung wird seit 1944 von der Hollywood Foreign Press Association organisiert. Über die Vergabe bestimmt eine Gruppe von etwa 100 Journalisten, die in Hollywood arbeiten.

Wieder nichts für Deutschland

Der deutsche Film ging in diesem Jahr erneut leer aus. Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck konnte sich mit seinem bereits vielfach preisgekrönten Stasi-Film "Das Leben der Anderen" nicht gegen die starke Konkurrenz behaupten. Die begehrte Auszeichnung in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film ging an Clint Eastwood für seinen auf Japanisch gedrehten Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima".

Von Donnersmarck bedauerte, dass es nicht geklappt hat. "Aber andererseits muss ich sagen: Ich finde es nicht unehrenwert, gegen Clint Eastwood zu verlieren. Er ist eine so beeindruckende Persönlichkeit, dass ich das gut akzeptieren kann." Auch für den Filmkomponisten Hans Zimmer ("Da Vinci Code") verlief die Zeremonie mit Hollywoods Elite im Beverly Hilton enttäuschend. Der Soundtrack-Globe wurde seinem in Paris geborenen Kollegen Alexandre Desplat für die Musik zu "The Painted Veil" überreicht.

Endlich ist Sorcese dran

Regisseur Martin Scorsese erhielt für sein Gangsterdrama "The Departed - Unter Feinden" den lange verdienten Preis. Scorsese gilt als einer der großen noch lebenden US-Regisseure, war aber bei Verleihzeremonien bisher meist leer ausgegangen und hat trotz sieben Nominierungen noch keinen Oscar verliehen bekommen.

Preise für königliches Schauspiel

USA Film Golden Globe Helen Mirren

Helen Mirren sahnte gleich doppelt ab

Den Preis für die beste Schauspielerin in einem Drama ging wie erwartet an Helen Mirren für ihre Darstellung der Königin Elizabeth II. nach dem Tod von Diana in "The Queen". Der Film setzte sich auch mit seinem Drehbuch von Peter Morgan durch. Mirren selbst nahm einen zweiten Globe für ihre Rolle in der Fernseh-Miniserie "Elizabeth I" entgegen, die auch dem Briten Jeremy Irons eine goldene Weltkugel bescherte.

Forest Whitaker kam mit seiner Darstellung als ugandischer Diktator in dem Drama "Der letzte König von Schottland" zu Ehren. Dafür ging sein zweifach nominierter Kollege Leonardo DiCaprio ("The Departed", "Blood Diamond") leer aus. In der Kategorie bester Nebendarsteller in einer Filmkomödie kam der britische Komödiant Sacha Cohen als kasachischer Reporter "Borat" zum Zuge. Meryl Streep, die am meisten ausgezeichnete Schauspielerin in Hollywood, steckte einen weiteren Preis für ihre Rolle in der Modekomödie "Der Teufel trägt Prada" ein. Sie bedankte sich bei ihren mitnominierten Schauspielkolleginnen mit den Worten: "Das war ein tolles Jahr, um Filme zu sehen - dank Euch, Mädels."

"And the Oscar goes to…"

Mit Spannung erwartet die Filmbranche nun die Oscar-Nominierungen am 23. Januar und die Oscar Verleihung am 25. Februar. Dann treten "Babel" und "Dreamgirls" möglicherweise gegeneinander an, denn die Oscars unterscheiden nicht zwischen Kinodrama und -komödie, sondern entscheiden sich nur für einen "besten Film". (al)

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