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Unglück

Sporthalle in Tschechien unter Schneelast eingestürzt

Kinder und Freizeitsportler freuen sich in weiten Teilen Europas über Schnee und Eis. Aber der Winter präsentiert sich auch als grimmiger Geselle. In Tschechien kommt es beinahe zu einer Katastrophe.

Die eingestürzte Sporthalle im tschechischen Ceska Trebova (picture-alliance/dpa/D. Tanecek)

Die eingestürzte Sporthalle im tschechischen Ceska Trebova

Während eines Floorball-Turniers ist in Tschechien das Dach einer Sporthalle unter der Last von Schnee eingestürzt. Wie die Nachrichtenagentur CTK meldete, hielten sich zum Unglückszeitpunkt rund 80 Menschen in der Halle in der Stadt Ceska Trebova auf. Sie konnten rechtzeitig ins Freie flüchten.

Eine Videoaufzeichnung des tschechischen Floorball-Verbandes zeigt die Dramatik des Geschehens. Mitten in einem Spiel beginnt sich die Dachkonstruktion zu lösen. Während Spieler und Zuschauer aus der Halle laufen, sinkt das Dach ab und stürzt ein.

Dabei fällt die Hallenbeleuchtung aus und hüllt die Szenerie in gespenstisches Dunkel. Die Sporthalle steht auf dem Gelände einer technischen Mittelschule und war erst am 2. Januar eröffnet worden. Floorball ist eine Variante des Hockeyspiels. In Tschechiens Nachbarland Slowakei hatte die Feuerwehr am Freitag 30 Kinder aus einer Grundschule gerettet, deren Dach durch Schneemassen eingedrückt wurde.

Schneemassen in Moskau

Auch in anderen Ländern Europas zeigte sich der Winter von seiner wenig schönen Seite. In Moskau kämpften 10.000 Räumfahrzeuge gegen heftigen Schneefall an. Trotz dieses Großeinsatzes kam es nach Angaben des Vize-Bürgermeisters der russischen Hauptstadt, Pjotr Birjukow, auf verschneiten Straßen zu zahlreichen Unfällen.

Kampf gegen die Schneemassen in Moskau (picture alliance/TASS/S. Fadeichev)

Kampf gegen die Schneemassen in Moskau

Der Zivilschutz rief die Moskauer zu besonderer Vorsicht in dem stürmischen Schneewetter auf. In Ungarn waren wegen heftigen Schneefalls zeitweise tausende Haushalte ohne Strom. Auch im südlichen Europa macht der Schnee Probleme. In Griechenland waren immer noch viele Haushalte ohne fließendes Wasser.

Gute Wintersportbedingungen

Vergleichsweise entspannt ging es im winterlichen Deutschland zu. Nachdem Sturmtief "Egon" den Liftbetrieb und den Straßenverkehr teilweise lahmgelegt hatte, verbesserten sich die Bedingungen in vielen Wintersportregionen deutlich, etwa im Schwarzwald, Sauerland, Harz, Thüringer Wald oder im Erzgebirge in Sachsen. Loipen wurden neu gespurt und viele Lifte waren in Betrieb.

Im Schloss Augustusburg in Sachsen kamen rund 4300 Besucher mit 1050 Fahrzeugen zum 46. Wintertreffen der Motorradfahrer zusammen. Rund um das Schloss lag der Schnee kniehoch.

Verschneite Motorräder auf Schloss Augustusburg in Sachsen (picture-alliance/AP Photo/J. Meyer)

Verschneite Motorräder auf Schloss Augustusburg in Sachsen

Auch in den nächsten Tag wird es in Deutschland winterlich bleiben. Sturmtief "Egon" macht Platz für Hoch "Brigitta". Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bringt es kalte Luft aus dem Osten. Abseits der Küsten könnten die Temperaturen nachts auf minus 20 Grad sinken. 

wl/mak (dpa)