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DFB

Sportdirektor Flick verlässt DFB

Der Sportdirektor geht: Hansi Flick verlässt den Deutschen Fußball-Bund auf eigenen Wunsch vorzeitig. Der Co-Architekt des Weltmeistertitels von 2014 will "eine berufliche Auszeit" nehmen.

Mehr Zeit fürs Private: Hansi Flick gibt seinen Posten als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf. Der Vertrag des 51-Jährigen beim Weltmeister-Verband lief ursprünglich noch bis August 2019. Doch Flick will mehr Zeit für die Familie: "Ich bin dem Präsidium dankbar für das Verständnis und Entgegenkommen. Hinter mir liegen zehn tolle Jahre beim DFB. Es war eine spannende, erfolgreiche, aber auch intensive Zeit. Der einzige Grund ist der persönliche Wunsch, mich in der nächsten Zeit mehr auf meine Familie konzentrieren zu können."

Flick wollte zugleich klar stellen, dass es keine neue beruflichen Perspektiven, zum Beispiel im Klubfußball, gebe. Übergangsweise wird der ehemalige U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch die Nachfolge Flicks übernehmen, der nach seinem Silbermedaillen-Gewinn von Rio selbst zurückgetreten war.

Hrubesch nimmt U21-EM und Confed Cup in den Fokus

Deutschland Fußball Nationalmannschaft Hansi Flick und Joachim Löw (Getty Images)

Arm in Arm zum Titel: 2014 holte Flick (links) als Co-Trainer von Joachim Löw den WM-Sieg in Brasilien.

Bevor Flick ins DFB-Management aufrückte, hatte er acht Jahre lang als Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw gearbeitet. Er feierte mit der Nationalmannschaft den WM-Titel 2014, ehe er im Anschluss einen neuen Vertrag als Sportdirektor unterschrieb. DFB-Präsident Reinhard Grindel bedauerte Flicks Entscheidung ausdrücklich. "Er hat sich in den zehn Jahren beim DFB große Verdienste um den deutschen Fußball erworben. Er hat an der Seite von Jogi Löw maßgeblich zum Gewinn des WM-Titels beigetragen und als Sportdirektor wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Wir respektieren seinen persönlichen Wunsch." sagte Grindel.

Bei der Suche nach einem Nachfolger werde sich der DFB die "dafür nötige Zeit" nehmen. Hrubesch lobte Flicks Arbeit, er habe "den Bereich sehr gut aufgestellt". Eine wichtige Aufgabe in den kommenden Monaten werde nun "für uns alle sein, gemeinsam gute Voraussetzungen für die anstehende U21-EM und den Confed Cup zu schaffen", sagte Hrubesch: "Außerdem wird mein Fokus auf einer erfolgreichen Teilnahme an der U19-Europameisterschaft in Georgien sowie der U20-Weltmeisterschaft in Südkorea liegen."

Die schwierige Besetzung des Sportdirektor-Postens

Rio 2016 Olympische Spiele Horst Hrubesch (picture-alliance/dpa/A. Morici)

Eigentlich sollte das das Ende seiner DFB-Karriere auf höchstem Level markieren: Hrubesch bei Olympia 2016.

Während der DFB in Sachen Ausbildung und A-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren vieles richtig machte, hatte der Verband bei der Besetzung des Sportdirektor-Postens wenig Glück: Von 2006 bis 2012 bekleidete Matthias Sammer das Amt, galt in der Öffentlichkeit jedoch aufgrund seiner seiner eher dünnhäutigen, reizbaren Art nicht gerade als Sympathieträger. Darauf folgte eine ebenso kurze, wie von Missverständnissen geprägte Periode mit Robin Dutt (2012-2013). Anschließend übernahm Hansi Flick, der 2014 vom Co-Trainer zum Sportdirektor aufstieg, doch nun nur gut zwei Jahre später den Posten wieder abgibt. Die neue Lösung mit Horst Hrubesch ist ebenfalls nur eine auf Zeit, denn eigentlich wollte auch der 65-Jährige nach seinem Rücktritt als U21-Auswahltrainer beruflich kürzer treten.

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