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Sport-News

Sponsoren kehren LA Clippers den Rücken

Der Rassismus-Skandal um das Basketballteam Los Angeles Clippers hat inzwischen auch finanzielle Konsequenzen für die NBA-Mannschaft: Zahlreiche Sponsoren setzen ihre Unterstützung aus.

Erste Unternehmen, die die Los Angeles Clippers sponsern, haben auf den

Rassismusskandal um Club-Besitzer Donald Sterling

reagiert und ihre Zusammenarbeit mit dem NBA-Team auf Eis gelegt: Mindestens ein Dutzend Sponsoren beendete sein Engagement bei dem Team aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA oder setzte dieses bis zur Aufklärung der Affäre aus. "Wir sind sichtlich besorgt wegen der vermeintlichen Aussagen, die dem Clippers-Eigentümer zugeschrieben werden", teilte Mercedes Benz "USA Today" mit und kündigte an, das Sponsoring einzustellen. Auch die Fluglinie Virgin America entschloss sich zu diesem Schritt, Red Bull ließ die Partnerschaft zunächst ruhen.

Heftige Proteste

Da die Finanzen der Clippers nicht offen gelegt werden müssen, ist nicht bekannt, wie groß die Einbußen sein werden. Allerdings dürfte dies auch die anderen 29 NBA-Vereine treffen, da die Einnahmen über einen Finanzausgleich in der NBA geteilt werden. Clippers-Clubchef Sterling soll auf einer Aufzeichnung zu hören sein, wie er im Gespräch mit seiner Freundin diskriminierende Bemerkungen macht. Damit hatte er heftige Reaktionen bei Spieler, Fans und sogar US-Präsident Obama ausgelöst. Der Verein stellte die Authentizität der Aufnahme infrage. Für Dienstag hat die NBA eine Pressekonferenz zu ihren Untersuchungen angekündigt.

Clippers-Spieler tragen ihre Warmup-Shirts absichtlich falsch herum (Foto: Kelley L Cox-USA TODAY Sports)

Stiller Protest gegen den eigenen Boss: Clippers-Spieler tragen ihre Warmup-Shirts absichtlich falsch herum

Derweil schwindet bereits der Rückhalt für Clippers-Boss Donald Sterling. Leslie Alexander, Chef der Houston Rockets, forderte als erster Club-Eigentümer öffentlich einen Ausschluss des Besitzers der Los Angeles Clippers aus der Basketball-Profiliga. "Ich denke, dass es einen Weg geben muss, ihn zu hindern, ein Team zu besitzen", sagte Alexander nach einem Gespräch mit NBA-Commissioner Adam Silver. "Ich habe gesagt: Lass die Spieler vertragsfrei werden." In Statements erklärten zahlreiche andere Eigentümer, dass es keinerlei Toleranz für rassistische Aussagen in der NBA gebe und äußerten ihr Vertrauen in die Liga. Auch Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks von Dirk Nowitzki, erklärte, dass "es keine Entschuldigung gibt, was er gesagt hat."

jw/asz (mit sid, dpa)

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