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Aktuell Kultur

Sponsoren für "Museum der Moderne"

Private Unterstützer gesucht: Für den geplanten Umbau des Museums für Kunst des 20. Jahrhunderts fehlt das Geld. Kulturstaatsministerin Monika Grütters setzt deshalb auf Hilfe von Sponsoren.

Die hochkarätige Berliner Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts, die bislang auf zwei Museumstandorte - die Neue Nationalgalerie und das Museum Hamburger Bahnhof - verteilt ist, soll der Öffentlichkeit mehr zugänglich gemacht werden. Die Entscheidung, ob es dafür einen Neu- oder Anbau für die Nationalgalerie geben soll, ist allerdings noch nicht gefallen. Für beide Lösungen sei aber eine erhebliche finanzielle Unterstützung durch Sponsoren und Förderer notwendig, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gegenüber der dpa. Sie setze jetzt verstärkt auf die Suche nach potentiellen privaten Geldgebern, betonte sie in einem aktuellem Interview mit der Nachrichtenagentur: "Ich wünsche mir, dass der Bund nicht allein dasteht, sondern dass es auch ein Mitwirken von der privaten Seite und von Berlin gibt."

Das Depot der Berliner Nationalgalerie platzt seit langem aus alle Nähten: Mehr als vier Fünftel der Kunstbestände lagern im Depot und sind gar nicht oder nur selten für die Öffentlichkeit zu sehen. Ein unhaltbarer Zustand, befindet die Kulturstaatsministerin und drängt auf schnellere Abhilfe: "Wir haben versucht mit Hochdruck, alle Möglichkeiten auszuloten, um diesen Prozess zu beschleunigen."

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Foto: imago/Christian Thiel)

Tatkräftige Kulturstaatsministerin: Monika Grütters

Grütters mahnt die verstärkte Suche nach Sponsoren auch deshalb an, weil dem Land Berlin sonst wichtigste Sammlungsbestände verloren gehen könnten: "Die Sammler, die uns ihre Konvolute anvertrauen, wünschen sich natürlich, dass sie auch gezeigt werden." Das Sammler-Ehepaar Pietzsch beispielsweise habe seine auf 120 Millionen geschätzte weltberühmte Sammlung surrealistischer Kunst des 20. Jahrhunderts bereits 2012 als Schenkung zugesagt - unter der Bedingung, dass sie auch dauerhaft in Berlin gezeigt werde. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat bislang nur 10 Millionen für den geplanten Umbau bewilligt. Die für 2015 vorgesehen Aufstockung des Bauetats um 26 Millionen ist nicht allein für die geplante Erweiterung, sondern auch für notwendige Sanierungen der Nationalgalerie vorgesehen.

Die Berliner Nationalgalerie wurde von dem berühmten Bauhaus-Architekten Mies van der Rohe entworfen. "Dieser Bau ist eine Ikone der Architektur, ein Tempel der Moderne, und er muss pfleglich behandelt werden", betonte Grütters. Für die Sanierung konnte der britische Stararchitekt David Chipperfield gewonnen werden, der auch für den Masterplan zum Umbau der Berliner Museumsinsel verantwortlich ist.

hm/az (dpa/ART-Magazin)