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Wissen & Umwelt

Spitzenpreise für Spitzenmediziner

Leukämie, Diabetes, Aids - darum geht es bei den Preisträgern der Jung-Stiftung. Neben dem begehrten Ernst Jung-Preis für Medizin werden zwei weitere renommierte Auszeichnungen verliehen.

Ernst Jung-Medaille in Gold: Walter Neupert

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. h. c. mult. Walter Neupert ist Zellforscher. Der emeritierte Professor für Physiologische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München hat sich mit der Rolle der Mitochondrien beschäftigt. Das sind gewissermaßen die Kraftwerke der menschlichen Zellen. Sie erzeugen einen Großteil der von ihnen benötigten Energie. Sie sind Mitverursacher von Krankheiten, etwa Autoimmunerkrankungen oder Herzproblemen, denn Fehlfunktionen dieser kleinen Zellorganellen können zu Stoffwechselstörungen führen. Könnten die Mitochondrien direkt behandelt werden, könnte man damit auch Therapien weiterentwickeln. Die

Ernst Jung-Medaille für Medizin in Gold

bedeutet nicht nur Ruhm und Ehre für den Preisträger. Mit ihr ist ein Stipendium in Höhe von 30.000 Euro verbunden. Diese Summe kann Neupert jetzt an einen jungen Wissenschaftler weitergeben und so den Nachwuchs fördern - ein wichtiges Anliegen der Jung-Stiftung.

Ernst Jung-Karriere-Förderpreis: Behzad Kharabi Masouleh

Bereits seit 2006 vergibt die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung den

Ernst Jung-Karriere-Förderpreis

. Darum können sich Wissenschaftler direkt bewerben. Dotiert ist er mit 210.000 Euro. Diese Summe wird über drei Jahre verteilt. Die Bewerber müssen vorher mindestens zwei Jahre im Ausland gearbeitet und ein wichtiges Forschungsprojekt begleitet oder vielleicht sogar initiiert haben. Diese Voraussetzungen bringt Dr. Behzad Kharabi Masouleh mit. Am Universitätsklinikum Aachen versucht der Assistenzarzt, die Signalstrukturen leukämischer Stammzellen zu ergründen. Die sind mitverantwortliche dafür, wenn Leukämie erneut aufritt. Masouleh forscht an der Aachener Klinik für Onkologie, Hämatologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation. Mit seinen 34 Jahren ist der gebürtige Iraner der Jüngste im Bunde der Preisträger.

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