1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Spitzen-Spitzenspiel

Der zwölfte Spieltag: Ein grandioses Gipfeltreffen, ein Torjäger, der endlich wieder trifft, souveräne Siege, späte Tore und so manche Trainerdiskussion.

default

Freude pur bei "Schweini" nach seinem Treffer im Schlagerspiel gegen Werder

Titelverteidiger Bayern München hatte am zwölften Spieltag doppelten Grund zur Freude. Zum einen besiegte der Rekordmeister in einem begeisternden Spitzenspiel Verfolger Werder Bremen mit 3:1, zum anderen beendete Roy Makaay nach 1124 Minuten seine Torflaute.

FC Bayern München - SV Werder Bremen Roy Makaay (l) vom FC Bayern München bleibt vor Jurica Vranjes am Ball

Das Runde muss ins Eckige: Roy Makaay beendet Torflaute

In München jubelten nach nur 36 Sekunden die Bremer nach dem 1:0 durch Miroslav Klose, der seinen zwölften Saisontreffer markierte. Nur zwei Minuten später gelang Bastian Schweinsteiger, der beim 0:1 schlecht ausgesehen hatte, aber der Ausgleich. Claudio Pizarro (34.) und Makaay (44.) stellten noch vor der Pause für den Rekordchampion die Weichen auf Sieg. Die Bayern vergrößerten damit ihren Vorsprung auf fünf Punkte gegenüber den Bremern.

Beeindruckende Eintracht

Am spannendsten geht es jedoch derzeit in der Abstiegszone zu. Vereine wie der 1. FC Köln, Mainz 05, Hannover 96 oder die Frankfurter Eintracht schlitterten vor kurzem noch immer bedrohlicher Richtung Tabellenende. Urplötzlich landen diese Klubs Siege und eindrucksvolle noch dazu. So wie Eintracht Frankfurt.

Bundesliga 12. Spieltag Eintracht Frankfurt Arminia Bielefeld

Drei Treffer gegen Bielefeld: Eintracht Frankfurt mit eingebauter Torgarantie

3:0 fertigten die Hessen Arminia Bielefeld im heimischen Stadion ab: Franciso Copado (35.) mit seinem ersten Bundesligatreffer sowie zweimal Alex Meier (48., 54.) trafen für die Eintracht. Der Aufsteiger feierte damit bereits seinen vierten Sieg in dieser Spielzeit.

Späte Treffer

Spannender ging es in Hannover zu, wo die Elf von Trainer Ewald Lienen gegen Mainz 05 antrat und bis kurz vor Schluss nach Treffern von Manuel Friedrich (31.) und Benjamin Auer (65.) wie der sichere Verlierer aussah. Last Minute-Tore von Thomas Bradric per Handelfmeter (86.) und Michael Tarant (90.+2) retteten den 96ern zumindest einen Punkt. Und vorerst den Job des in Hannover umstrittenen Lienen.

Hannover 96 - Mainz 05 Ewald Lienen

Wo sind die Punkte? Sorgenfalten bei Hannovers Coach Ewald Lienen

Am Dienstag (8.11.) soll nun ein Krisengipfel für klare Fronten sorgen. Die Klub-Führung ist mit dem bisherigen Saisonverlauf und Platz 13 unzufrieden. Lienen soll erklären, ob und wie das Saisonziel "einstelliger Tabellenplatz" noch erreicht werden kann.

Mit viel Glück zog Kollege Uwe Rapolder nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie durch das 1:1 des 1. FC Köln beim VfL Wolfsburg seinen Kopf aus der Schlinge. Ein Treffer durch Vertragsamateur Denis Epstein kurz vor Schluss rettete der Geißbock-Elf zumindest einen Zähler und verhinderte den Rauswurf des Kölner Trainers.

Erfolglose Trainersuche

13. Spieltag der Fußballbundesliga, VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg, Javier Horacio Pinola gegen Christian Tiffert

Stuttgarts Torschütze Christian Tiffert (links) bringt Nürnberg weiter in Bedrängnis

Und sonst? Die Mannschaften auf den Plätzen 16, 17 und 18 lieferten in trauter Einigkeit brav ihre Punkte ab und taten nichts für ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein. Der 1. FC Nürnberg, nach der Entlassung von Wolfgang Wolf in der letzten Woche noch immer ohne Coach, verlor gar zu Hause gegen den VfB Stuttgart mit 0:1. Christian Tiffert erzielte das Tor des Tages der Gäste.

Potenzielle Trainerkandidaten wie Lothar Matthäus und Peter Neururer winkten unterdessen ab, ein Umstand, der über die augenblickliche Situation beim 1. FC Nürnberg Bände spricht. Die Suche der Franken geht also auch in dieser Woche weiter. Für VfB-Coach Giovanni Trapattoni bedeutete der Auswärtserfolg zugleich das vorläufige Ende der Diskussionen um seine Person.

Desolate Pfälzer

Hertha BSC Berlin - 1. FC Kaiserslautern

Gut bedient mit dem 0:3 bei Hertha - Kaiserslautern ganz unten

Keine Entwarnung in Sachen Trainerdebatte gibt es aus Kaiserslautern zu vermelden. Nach desolater Leistung bei Hertha BSC (0:3) geht der Tabellensiebzehnte schweren Zeiten entgegen. Die Pfälzer blieben im neunten Spiel in Folge ohne Sieg und zeigten eine Leistung ohne Mumm und Ideen. Noch sprach die Klubführung Trainer Michael Henke das Vertrauen aus, doch sollte auch die nächste Partie gegen den 1. FC Nürnberg verloren gehen, wird die Luft ganz dünn für den Coach.

Ebenfalls ohne Punktgewinn musste sich der MSV Duisburg am 12. Spieltag begnügen. Der Aufsteiger unterlag bei Vize-Meister Schalke 04 glatt mit 0:3 und belegt mit Rang 16 weiter einen Abstiegsplatz. Die Schalker dagegen feierten ihren fünften Saisonsieg und festigte ihren vierten Platz.

DFB-Pokal Hamburger SV - Bayer 04 Leverkusen Trainer Michael Skibbe

Nachdenklicher Blick: Dabei hat Michael Skibbe sein erstes Spiel mit Leverkusen gewonnen

Ach so, und ein Jubiläum gab es am zwölften Spieltag noch zu feiern: Michael Skibbe feierte mit einem 2:1 seinen ersten Sieg als Trainer von Bayer Leverkusen - ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund. (ms)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links