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Aktuell Europa

Spitzen-Briten auf Schottland-Tournee

Eine Woche vor dem Referendum - so belegen es jüngste Umfragen - ist der Abfall Schottlands von Großbritannien ganz nah. Londons Spitzenpolitiker versuchen daher zu retten, was - vielleicht - nicht mehr zu retten ist.

Der britische Premier David Cameron, der liberaldemokratische Parteichef Nick Clegg und der Labour-Vorsitzende Ed Miliband (Foto: Getty Images/D. Kitwood)

Der britische Premier Cameron, der liberaldemokratische Parteichef Clegg und der Labour-Vorsitzende Miliband (v. l.)

Unmittelbar vor einem Besuch in Schottland hat der britische Premierminister David Cameron erneut für einen Erhalt des Vereinigten Königreichs geworben. Eine Abspaltung wäre ein Sprung ins Ungewisse für die Schotten, schrieb Cameron in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Daily Mail". Bei einem Verbleib stünden sie hingegen vor einer besseren Zukunft. Er verwies hierbei unter anderem auf die Stabilität des Vereinigten Königreichs. Großbritannien sei "ein wertvolles und besonderes Land". Der Rest des Königreichs wünsche sich inständig, dass Schottland sich nicht abspalte. "Wenn das Vereinigte Königreich auseinanderbricht, ist es für immer zerbrochen", mahnte der Regierungschef.

Salmond: Britische Politiker in Panik

Neben Cameron gehen an diesem Mittwoch auch Labour-Chef und Oppositionsführer Ed Miliband sowie der Parteichef von Camerons liberaldemokratischem Koalitionspartner, Nick Clegg, auf Werbetour in Schottland. Die Schotten stimmen am 18. September in einem Referendum darüber ab, ob sie sich von Großbritannien abspalten wollen. Der Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei, Alex Salmond - er steht an der Spitze der Unabhängigkeitsbewegung -, nannte die kurzfristig angekündigten Reisen ein Zeichen von Panik. Umfragen sagen derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Unabhängigkeitsbewegung mit dem Lager der Unionisten voraus.

Der Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei, Alex Salmond (Foto: Getty Images/J.J Mitchell)

Im Aufwind: Der Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei, Alex Salmond

Der Buckingham-Palast stellte unterdessen klar, dass sich Königin Elizabeth II. nicht in die Debatte einschalten werde. Die Queen sei der Ansicht, dass die Abstimmung Sache des schottischen Volkes sei, teilte der Palast mit. Ein Sprecher verwies auch auf die Rolle der Königin als unparteiische Instanz. Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass die Queen sehr besorgt sei angesichts des möglichen Auseinanderbrechens des Königreichs.

sti/cr (afp, dpa)

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