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Sport-News

Spilak schnappt Sprintern den Sieg weg

Die deutschen Radprofis sind beim Frankfurter Klassiker knapp am Sieg vorbeigefahren. Ausreißer Simon Spilak rettete wenige Meter Vorsprung ins Ziel, André Greipel hatte im Sprint die schnellsten Beine.

Am Ende war es ein Sekunden-Poker: Der Radklassiker Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt (ehemals Rund um den Henninger Turm) endete mit einem denkbar knappen Ausreißersieg des Slowenen Simon Spilak vor der Frankfurter Oper. Dahinter verzockten sich die Sprinterteams und konnten zwei der drei Ausreißer nicht mehr stellen. Spilak gewann vor dem italienischen Titelverteidiger Moreno Moser, der den Sprint zu früh lanciert hatte. Im Hauptfeld fing Deutschlands Top-Sprinter André Greipel Konkurrent John Degenkolb noch ab und wurde vor dem Argos-Profi Dritter. Fünfter wurde der deutsche Mailand-San-Remo-Sieger Gerald Ciolek.

Knappe Entscheidung zugunsten der Ausreißer

"Ich war etwas eingebaut und konnte meinen Sprint nur 200 Meter fahren. Das ist ein bisschen ärgerlich", sagte Greipel. Am Ende fehlten ihm nicht einmal zehn Meter zum Überraschungssieger Spilak aus dem Katusha-Team. "Vielleicht hätte man früher zur Verfolgung ansetzen müssen", meinte Greipel, der damit die Verantwortung in Richtung der Argos-Mannschaft schob. Während es die Favoriten um Ciolek, Tony Martin und Degenkolb bei angenehmen Bedingungen am Tag der Arbeit zunächst ruhig angehen ließen, hatten neun Fahrer unmittelbar nach dem Start in Eschborn attackiert. Die Spitzengruppe um die beiden Deutschen Marcel Sieberg (Lotto-Belisol) und Paul Voss (NetApp) fuhr 120 Kilometer voran, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können.

Lob für Tony Martin

Im Finale hatte zuächst Tony Martin glücklos attackiert, ehe Moreno Moser die entscheidende Attacke am letzten schweren Anstieg, dem Mammolshainer Berg, setzte. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir überhaupt noch rankommen. Aber dann ist Tony vorne reingegangen. Ihm ist es zu verdanken, dass wir zumindest noch den dritten Ausreißer eingeholt haben", lobte Degenkolb den Zeitfahrweltmeister.

jw/asz (dpa, sid)