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Fußball

Spielerkarussell in voller Fahrt

Robben bleibt in München, Podolski und Marin wechseln nach England, Barrios nach China - Clubs und Spieler stellen jetzt schon die Weichen für die nächste Saison. Es ist viel los auf dem Bundesliga-Transfermarkt.

"Wir sind ein Einkaufs-Verein, kein Verkaufs-Verein“ – solche markigen Töne können nur von Bayern München stammen, genauer gesagt von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Mit dieser Bemerkung kanzelte er die aktuellen Avancen des FC Barcelona für David Alaba ab, der in München vertraglich noch bis 2015 gebunden ist. Genauso lange will Arjen Robben bleiben. Nach einigem Hin und Her hat der Stürmerstar seinen Vertrag nun doch schon vor dem letzten Spieltag verlängert. Eingekauft haben die Bayern natürlich auch schon: Mönchengladbachs Dante ist der bisher prominenteste Neuzugang für die kommende Spielzeit.

Beim BVB füllt sich die Kasse

BVB Spieler Lukas Barrios schirmt den Ball im Zweikampf ab. Foto: Thomas Wieck/dapd

Barrios (l.) sucht sein Glück in China

Unter diesen Vorzeichen ist der deutsche Meister Borussia Dortmund im Moment eher ein Verkaufs-Verein. Beispielsweise steht Shinji Kagawa vor dem Absprung. Den Mittelfeld-Quirl von Borussia Dortmund zieht es in die englische Premier League. Endgültig äußern will sich Kagawa aber erst nach dem Pokalfinale am 12. Mai. Demonstrativ entspannt sieht das BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. "Wir haben mit Marco Reus einen Top-Mann geholt, der genau auf dieser Position spielt - insofern sehe ich da die ganz große Lücke nicht", kommentiert er die unklare Situation. Vielleicht freut er sich insgeheim: Ein Wechsel von Kagawa würde wohl rund 15 Millionen Euro in die Kasse spülen. 2010 hatten die Dortmunder Kagawa für nur 350 000 Euro in die Bundesliga geholt. Weitere Millionen kassiert der BVB für Lucas Barrios. Der spielt in der kommenden Saison für Guangzhou Evergrande. Sportlich ist der chinesische Erstligist nicht die beste Adresse, finanziell aber dürfte Barrios sehr gut entlohnt werden.

Talente statt etablierte Stars

Borussia Dortmunds Personalmodell ist für viele Clubs in der Liga ein Vorbild. Junge, hungrige Spieler in einem taktisch ausgeklügelten System sollen den Unterschied ausmachen. Zu diesem Konzept sind kleinere Vereine, anders als Liga-Krösus Bayern, schon aus finanziellen Gründen gezwungen. Borussia Mönchgladbach hat es in der vergangenen Spielzeit erfolgreich praktiziert und lernt jetzt wieder die Schattenseiten kennen. Nach den Abgängen der Leistungsträger Marco Reus, Dante und Roman Neustädter ist die Kasse zwar voll, aber der spielerische Aderlass kaum zu verkraften. Neuzugänge sind bisher Fehlanzeige, Trainer Lucien Favre zögert weiter mit seiner Vertragsverlängerung.

Deutsche Spieler international gefragt

Kölns Podolski jubelt über einen Treffer gegen Mainz REUTERS/Ina Fassbender/Files (GERMANY)

"Podolski ist ein flexibler Stürmer", lobt Arsenal-Trainer Wenger seinen Neuzugang

Reiseziel England! - heißt es für die beiden Nationalspieler Lukas Podolski und Marko Marin. Nach einer Alptraum-Saison mit dem 1. FC Köln wird sich Podolskis Abschiedsschmerz in Grenzen halten. Er kehrt seinem Heimatverein zum zweiten Mal den Rücken und geht zum FC Arsenal. Anders als beim Wechsel nach München sei Podolski diesmal viel reifer, erklärt Arsenals Coach Arsène Wenger: "Er wird sich hier in London wohl fühlen.“ Darauf hofft auch Marko Marin, den Bremer zieht es zum Ligakonkurrenten FC Chelsea. "Nach meiner Unterschrift habe ich Joachim Löw angerufen und ihm davon erzählt“, sagte Marin. "Er sagte mir, dass es der richtige Schritt ist.“

Ballack und Raúl sagen Tschüss

Neben aktuellen Nationalspielern verlassen auch andere große Namen die Bundesliga: Schalkes Publikumsliebling Raúl zieht es in den Nahen Osten und Michael Ballack wohl in die USA. Unterschiedlicher könnte der Abgang allerdings kaum sein. Während Raúl auf Schalke unter Tränen verabschiedet wurde, wird es für den ehemaligen DFB-Kapitän bei Leverkusen eher ein kühles Adieu. "Sportlich waren die zwei Jahre in Leverkusen für mich zum Vergessen", bewertet Ballack sein missglücktes Gastspiel bei der Werkself.