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Fußball

Spiel eins nach Klopps Ankündigung

Wohin geht die Reise für Borussia Dortmund nach der Ankündigung von Trainer Klopp, den Verein zum Saisonende zu verlassen? Das Heimspiel gegen Aufsteiger Paderborn könnte die Weichen stellen.

Auch wenn Jürgen Klopp seine

Ankündigung,

sich zum Ende der Spielzeit bei Borussia Dortmund zu verabschieden, nicht besonders hoch hängen möchte, so ist dieser 29. Spieltag doch etwas ganz Besonderes für den Noch-BVB-Trainer, den Verein und die Fans von Borussia Dortmund. Spiel eins nach Klopps öffentlicher Mitteilung, seine Ära beim BVB im Sommer zu beenden, ist das Aufeinandertreffen mit dem SC Paderborn. Ein gefährliches Spiel, das die Weichen stellen könnte, in welche Richtung es für die Dortmunder in dieser Saison noch geht.

Der SC Paderborn steckt in höchster Abstiegsnot und braucht auf Relegationsplatz 16 jeden Punkt. Zwar äußerte Paderborns Trainer André Breitenreiter "großen Respekt" vor Klopps Rückzugsentscheidung, doch zu verschenken haben die Paderborner rein gar nichts. Der SC-Coach erwartet, dass die Aufgabe für seine Elf am Samstag vor diesem Hintergrund noch schwerer wird als ohnehin schon. "Dortmund wird emotional angefasst und hochmotiviert sein", sagte Breitenreiter. "Wir müssen um unser Leben laufen. Wenn der BVB etwas zulässt, werden wir da sein."

Breitenreiter ist froh, dass er auf Kapitän Uwe Hünemeier bauen kann, der am Donnerstag nach einem Tag Pause wieder trainieren konnte. Alban Meha fällt hingegen wegen einer Ellenbogenverletzung aus. Der Aufsteiger kann im BVB-Stadion auf die größte Fangemeinde bauen, die ihn je zu einem Auswärtsspiel begleitet hat. Nach Clubangaben reisen 8165 Paderborner Fußball-Anhänger nach Dortmund.

Noch mehr Verletzungssorgen beim BVB

Lukas Rupp (l.) von Paderborn kämpft mit Neven Subotic (r.) um den Ball (Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Im Hinspiel noch dabei: Neven Subotic (r.) hier im Zweikampf mit dem Paderborner Lukas Rupp

Da wirkt es aus Sicht der Gastgeber fast bedrohlich, dass die personellen Probleme beim BVB noch größer geworden sind. So muss Klopp gegen Paderborn auch noch auf Sebastian Kehl und Neven Subotic verzichten. Der defensive Mittelfeldspieler Kehl zog sich einen Rippenbruch zu und kann erst in zwei Wochen wieder mitwirken. Innenverteidiger Subotic erlitt nach Angaben von Klopp einen "kleinen Bandscheibenvorfall". Nuri Sahin, Oliver Kirch und Lukasz Piszczek fallen ohnehin aus. "Im Kader ist fast noch nichts sicher", meinte Klopp am Donnerstag, einen Tag nach seiner Erklärung, die Borussia nach sieben Jahren zu verlassen.

Der BVB-Coach betonte jedoch, er sei "nicht auf Abschiedstournee". Er könne auch nicht einschätzen, wie die Fans am Samstag im Stadion auf seine Entscheidung reagieren würden: "Es ist nicht wichtig, was ich erwarte. Ich bin so im Reinen mit den Leuten, dass ich nichts erwarte und nichts brauche. Alles andere zu gegebener Zeit", merkte Klopp an. Dennoch, die

Reaktion der rund 72.000 BVB-Fans

- wenn der SC mit 8000 Fans anreisen sollte - könnte mit entscheidend sein für den Spiel- oder gar Saisonverlauf.

Einen letzten Wunsch hatte Klopp ja noch geäußert, der allerdings wohl nichts mit der Liga zu tun haben dürfte: "Ich habe hier noch einen letzten Traum: noch einmal mit dem großen Lastwagen um den Borsigplatz fahren." Dazu müsste der DFB-Pokalsieg her. Der BVB tritt im Halbfinale bei Bayern München an. Trotz der verkorksten Saison hat Klopps Team genug Klasse, um an einem guten Tag auch in München einen Sieg zu landen. Und nicht nur, um dort am 28. April mit breiter Brust antreten zu können, wäre jetzt ein Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Paderborn enorm wichtig.

Bayern immer noch nicht Meister

Bayern-Torwart Manuel Neuer gibt seinen Vorderleuten Anweisungen (Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Anfeuern für den Titel: Bayern-Torwart Manuel Neuer

Unterdessen muss der FC Bayern bei 1899 Hoffenheim antreten. In der vergangenen Saison kürten sich die Münchener bereits am 27. Spieltag zum frühesten Meister aller Zeiten. Obwohl sie auch jetzt die Tabelle souverän anführen, wird der Rekordmeister auch nach einem Sieg in Hoffenheim den Titel am 29. Spieltag noch nicht in der Tasche haben. Bayer Leverkusen erwartet am Samstag Hannover 96 und der FC Augsburg den VfB Stuttgart. Hertha BSC spielt gegen den 1. FC Köln und der SC Freiburg gegen Mainz 05.

Beim Schlusslicht Hamburger SV spitzt sich die Lage im Tabellenkeller immer mehr zu. Mit Bruno Labbadia ist ein neuer Übungsleiter gefunden und ausgerechnet jetzt muss der HSV im Nord-Derby bei Werder Bremen antreten, wo er seit 2007 nicht mehr gewinnen konnte. In der zweiten Sonntagspartie versucht Schalke 04, beim VfL Wolfsburg wichtige Punkte für die Teilnahme am internationalen Geschäft zu entführen.

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