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Filme

Spider-Man schlägt Sternenkrieger

"Spider-Man" hat Nordamerikas Filmpublikum am ersten Mai-Wochenende in zahlreichen Kinos mit seinen Netzen eingefangen. Der Film stellte einen gewaltigen Kassen-Rekord auf: 114 Millionen Dollar in drei Tagen.

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Spider-Man flirtet mit seiner Schulfreundin Mary Jane

Sam Raimis aufwendige Verfilmung des legendären Marvel Comics mit Tobey Maguire in der Hauptrolle spielte damit mehr Geld ein als jeder andere Film in den ersten Tagen nach dem Start.

Lange Wartezeiten an den Kinokassen

"New Yorks beliebtester Superheld", wie "die Spinne" in der Comic-Werbung genannt wird, schaffte als erster innerhalb von 76 Stunden den Sprung über die Hürde von 100 Millionen Dollar. Die zwei früheren Premieren-Rekordhalter – "Harry Potter" im vergangenen Jahr und 1999 "Star Wars: Episode 1" - hatten dafür immerhin noch fünf Tage gebraucht.

In New York, Los Angeles und anderen großen Städten waren bisher ohne rechtzeitiges Anstellen in langen Schlangen keine Tickets zu bekommen. Der Filmstart war um einige Monate verzögert worden, weil Szenen, in denen Spider-Man am World Trade Center hoch kletterte, nach dessen Zerstörung durch neu gedrehte Aufnahmen ersetzt wurden.

Ein Superheld wie du und ich

Spider-Man

Tobey Maguire spielt den Spinnenmann

Der lange erwartete Film handelt von dem verlachten Außenseiter Peter Parker, der nach dem Biss einer mutierten Spinne übernatürliche Kräfte sowie Flug- und Kletterfähigkeiten gewinnt. Gespielt wird der Spinnenmann von Tobey Maguire, den die Rolle über Nacht in die Oberliga der Hollywood-Helden katapultierte. Bisher war der 173 Zentimeter große und nur 63 Kilogram wiegende Darsteller eher als Verkörperung des Anti-Helden eingesetzt worden. In "Gottes Werk und Teufels Beitrag" spielte er einen Jungen, der kein Glück mit seinen Adoptiveltern hat und immer wieder im Waisenhaus landet. In "Die Wonder Boys" war er ein begabter, aber problembeladener Literatur-Student.

Als wagemutigen Netzschwinger, der bei atemberaubenden Fights zwischen den Wolkenkratzern New Yorks den Bösewicht Green Goblin (Willem Dafoe) besiegt, konnten sich die Bosse von Columbia Pictures den sympathischen Maguire anfangs nicht vorstellen. Stets wirke er eine Spur zu schüchtern. Doch Raimi bestand auf seinem Hauptdarsteller. Schließlich habe der große Spider-Man auch im Comic zwei Seiten: Als Peter Parker traut er sich kaum die schöne Mary Jane (Kirsten Dunst) anzusprechen. Zwei Mal wurde Maguire zu Probeaufnahmen gebeten. Für jemanden, der längst seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt hat, grenzt das an eine Beleidigung.

Maguires unbekannte Seite

Tobey Maguire als Spider-Man

Bei den Fans der Comic-Serie löste Maguire nicht gerade Begeisterung aus, als er freimütig gestand: "Ich hatte nie in meinem Leben ein Comic gelesen, bevor ich mit diesem Film anfing." Doch kaum waren die ersten Trailer mit atemberaubenden Stunts des sportlichen Typen im rot-blauen Bodysuit zu sehen, waren sie versöhnt.

In US-Kritiken wurde der Action-Streifen einhellig gelobt. Er biete die neuesten Spezialeffekte und viel Klamauk, wie das für Filme dieses Genres üblich sei, schrieb die "New York Times". Doch Regisseur Sam Raimi und Drehbuchautor David Koepp sei es zugleich gelungen, eine Stärke der 1962 von Stan Lee und Steve Ditko geschaffenen Comic-Serie zu erhalten: Man könne sich mit dem Helden identifizieren. Auch im Film bleibe er "der freundliche Spinnenmann aus der Nachbarschaft". (fro)

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