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Kampf gegen Terror

Spezialkräfte schwächen IS in Afghanistan

Bei einer gemeinsamen Militäroperation ist den USA und Afghanistan ein schwerer Schlag gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" gelungen: Abdul Hasib, IS-Anführer in Afghanistan, ist tot.

Spezialkräfte des afghanischen Militärs haben in einer gemeinsamen Operation mit der US-Armee den Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Afghanistan getötet. Der Einsatz in der Provinz Nangarhar habe bereits vor einer Woche stattgefunden, teilte der Präsidentenpalast in Kabul mit.

Auch die amerikanischen Streitkräfte bestätigten den Tod von Abdul Hasib bei einem Angriff Ende April im Osten Afghanistans. Sein Unterschlupf lag - wie es aus Washington heißt - nahe dem Tunnelkomplex, auf den die USA am 13. April ihre größte nicht-atomare Bombe abgeworfen hatten.

"Außergewöhnliche Fähigkeiten"

Hasib sei persönlich verantwortlich für den folgenschweren Angriff auf ein Militärkrankenhaus am 8. März, erklärte das Pentagon. Dabei waren nach offiziellen Angaben 49 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden.

Angriff auf das Militärkrankenhaus in Kabul (Reuters/M. Ismail)

Im März verübte der IS einen Anschlag auf ein Krankenhaus in Kabul

"Hasib hat auch Kämpfer angewiesen, örtliche Stammesvorsteher vor den Augen ihrer Familien zu enthaupten", heißt es in dem Pentagon-Statement weiter. Gemeinsam mit Hasib seien noch weitere IS-Anführer und 35 Kämpfer der Terrormiliz ausgeschaltet worden. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der noch verbliebenen IS-Milizionäre in Afghanistan auf etwa 1000.

"Ich ziehe den Hut vor den außergewöhnlichen Fähigkeiten unserer afghanischen Partner", sagte US-Kommandeur John Nicholson mit Blick auf den Einsatz in Nangarhar. "Dieser Kampf stärkt unsere Bemühungen, Afghanistan den Terroristen zu entreißen und diesem großartigen Land Frieden und Stabilität zu bringen", betonte der General.

wa/ust (afp, dpa)

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