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Fußball

Sperren für Blatter und Platini reduziert

Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbands senkt die Sperren von FIFA-Präsident Joseph Blatter und UEFA-Chef Michel Platini von jeweils acht auf sechs Jahre. Beide können aber noch gegen das Urteil vorgehen.

Die FIFA-Berufungskommission hat die Einsprüche von FIFA-Präsident Joseph Blatter und UEFA-Chef Michel Platini abgelehnt, deren Sperren allerdings um zwei auf sechs Jahre reduziert. Die beiden einst mächtigen Funktionäre dürfen somit bis 2021 keinerlei Ämter im Weltfußball ausüben. Das Gremium bestätigte damit teilweise die Urteile der FIFA-Ethikkommission gegen die Spitzenfunktionäre. Einige mildernde Umstände seien dabei allerdings nicht berücksichtigt worden, weshalb der Bann zu reduzieren sei, teilte die Berufungskommission mit. "Die Aktivitäten und die Dienste, die beide der FIFA, UEFA und dem Fußball im Allgemeinen über die Jahren erwiesen haben, verdienen eine angemessene Beachtung", hieß es weiter.

FIFA-Wahl ohne Blatter

Als letzte sportrechtliche Instanz könnten Blatter und Platini nun den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen. "Ich bin tief enttäuscht", sagte der scheidende FIFA-Boss Blatter. "Selbstverständlich ziehe ich den Fall ans CAS weiter." Auch Platini hatte diesen Schritt zuvor angekündigt. Blatter war zuvor ebenso wie Platini wegen Verstößen gegen das FIFA-Ethikreglement gesperrt worden.

Hintergrund ist eine dubiose Zahlung Blatters von 1,8 Millionen Euro an Platini aus dem Jahr 2011. Für den UEFA-Chef war die Sanktion durch die FIFA-Ethikkommission das Ende seiner Präsidentschaftsambitionen - der neue FIFA-Boss wird am 26. Februar nun ohne Platini gewählt. In Zürich darf sich auch Blatter nicht wie von ihm angestrebt "verabschieden", ein mögliches CAS-Urteil wird nämlich erst in einigen Wochen gesprochen werden.

tk/rb (sid, dpa)

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