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Wissen & Umwelt

Spektakuläres Schlangen-Fossil entdeckt

Weltweit längste Schlange

So könnte die Riesen-Schlange ausgesehen haben. Zeichnung: Jason Bourque

Bei dieser Meldung wird dem ein oder anderen das Blut in den Adern gefrieren: Forscher haben eine Schlange gefunden, beziehungsweise ihre versteinerten Knochen, die - nach Auswertung von Computeranalysen - länger als 13 Meter und so schwer wie ein Kleinwagen gewesen sein soll. Im britischen Wissenschaftsmagazin "Nature“ berichtet das internationale Forscherteam über diese beeindruckende Entdeckung. Danach soll das Riesen-Reptil vor 58 bis 60 Millionen Jahren gelebt haben, seine Heimat waren vermutlich die warmen Dschungel Südamerikas. Die Forscher fanden die überdimensionalen Wirbel in einem Kohletagebau bei Cerrejón im Norden Kolumbiens. Deswegen wurde das Fossil kurzerhand auf den Namen "Titanoboa cerrejonensis“ getauft, was soviel bedeutet wie: Riesenboa aus der Cerrejón-Region.

Verwandtschaft zu Boas

Die Forscher unter der Leitung von Jason Head von der Universität Toronto vermuten, dass sich die "Monster-Schlange“ von Schildkröten und Krokodilen ernährt hat, da man deren Überreste in derselben Schicht fand. Die Knochen der Schlange lassen darüber hinaus die Vermutung zu, dass eine Verwandtschaft zu den heutigen Boas besteht. Boas sind eine Unterfamilie der Riesenschlangen (Boidae). Die Große Anakonda gehört dazu, die mit etwa acht Metern zu den größten Schlangen der Welt zählt. Verbreitungsgebiet der Boas ist Mittel- und Südamerika bis in die Pazifik-Region. Zwei Gattungen findet man auf Madagaskar. Alle Boas sind ovovipar, das bedeutet, sie bringen lebende Jungen zur Welt.