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Europa

Spektakulärer Gefängnisausbruch in Belgien

Ein Ausbruch wie im Film: Mit Hilfe eines entführten Hubschraubers sind drei Strafgefangene aus einem Gefängnis im belgischen Brügge geflohen. Unter ihnen angeblich auch ein als extrem gefährlich geltender 26-Jähriger.

Ein Helikopter in der Luft (Foto: AP)

Mit einem Helikopter gelang drei Häftlingen die Flucht

Die Häftlinge entkamen am Donnerstag (23.07.2009) nach offiziellen Angaben mit Hilfe eines entführten Hubschraubers aus der Haftanstalt in Brügge. Der Helikopter wurde am Donnerstagabend im belgischen Aalter entdeckt, das westlich von Brügge und rund 200 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze bei Aachen liegt.

Nach der Landung bei Aalter sollen die Gangster laut Medienberichten ein Auto angehalten und die Fahrerin als Geisel genommen haben. Danach sollen sie eine Tankstelle überfallen haben. Die Frau wurde südöstlich von Gent wieder freigelassen. Es wird vermutet, dass die Flüchtigen mit einem schwarzen Mercedes in Richtung belgische Küste unterwegs sind.

Geflohener Bankräuber war schon einmal flüchtig

Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, bei dem Ausbruch sei niemand verletzt worden. Die Häftlinge seien auch nicht aus einem Hochsicherheitsgefängnis befreit worden. Bei einem der Ausbrecher handelt es sich um den 26-jährigen verurteilten Bankräuber Ashraf Sekkaki, der als einer der gefährlichsten Verbrecher Belgiens gilt. Er war bereits 2003 aus einem anderen Gefängnis geflohen. Im Jahr 2008 machte er auf sich aufmerksam, als er die Zustände im Gefängnis von Brügge mit denen im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo verglich.

Komplizen im Stich gelassen

Wenig Dank zollten die Gangster einem ihrer Helfer: Ein Komplize wurde den Angaben zufolge im Gefängnishof zurückgelassen - die Behörden vermuten, dass für ihn kein Platz mehr im Hubschrauber war. Der Mann hat gegenüber den Behörden zugegeben, an der Befreiungsaktion beteiligt gewesen zu sein.

Vor zwei Jahren sorgte ein ähnlicher Fall in Belgien für Schlagzeilen. "Ausbrecherkönig" Nordir Benallal floh ebenfalls mit einem Helikopter aus einem belgischen Gefängnis. Er wurde zwei Tage später wieder festgenommen. (je/sti/rtr/dpa/ap)