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Fußball

Spektakulärer Ausgleich auf St. Pauli

Späte Wiedergutmachung: Erst führt ein Fehler von Torwart Tschauner zum 1:2, dann rettet er seinem Verein mit einem Kopfballtor in der letzten Minute ein 2:2. Die Fans am Millerntor waren aus dem Häuschen.

Als Torhüter Philipp Tschauner zum ersten Mal in seiner Karriere zum Torschützen wurde, rastete er völlig aus. Mit weit aufgerissenem Mund raste er zur Südtribüne und warf sich den Fans des FC St. Pauli per Bauchklatscher vor die Füße. "Das war Wahnsinn, ein einzigartiges Gefühl, unbeschreiblich! So was erlebt man sonst gar nicht in seinem Fußballer-Leben", schwärmte der 27-Jährige, den die Anhänger prompt mit "Philipp Tschauner Fußball-Gott"-Sprechchören hochleben ließen. Goalgetter Marius Ebbers, beim Kiez-Club eigentlich fürs Toreschießen zuständig, konnte es kaum fassen: "Wie Tschauni den eingeköpft hat, das waren Gerd Müller und Jupp Heynckes in einem."

Es war kein zum 1. April passender Scherz, als der Keeper beim Stand von 1:2 gegen den SC Paderborn in der 90. Minute mit erhobenem Zeigefinger nach vorne lief und Dennis Daube anzeigte, wohin der den letzten Eckball zirkeln soll. "Dann kriege ich den Ball auf die Birne und mach ihn rein", meinte er nach dem glücklichen 2:2. Darauf gönnte er sich am Montagabend, der für ihn erst nach der Dopingprobe endete, ein paar Bierchen.

St. Paulis Torwart Philipp Tschauner jubelt mit seiner Mannschaft nach seinem Treffer zum 2:2 Endstand (Foto: pa/dpa)

Jubel bei St. Paulis Torwart Philipp Tschauner und seiner Mannschaft nach dem Kopfball-Tor zum 2:2

Tschauner schaffte es als fünfter Torwart der eingleisigen 2. Liga mit einem aus dem Spiel heraus erzielten Tor in die Geschichtsbücher des Fußballs. Als erstem gelang das in dser Saison 1984/85 Wilhelm Huxhorn von Darmstadt 98 per Abschlag über 102 Meter.