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Aktuell Amerika

Spektakuläre Aktion gegen illegalen Elfenbeinhandel

Auf dem Times Square in New York haben die US-Behörden mehr als eine Tonne Elfenbein zerstört, darunter ganze Stoßzähne, Statuen und Schmuck. Unterstützt wurde die Aktion von Naturschützern, Politikern und Schauspielern.

Die Gegenstände wurden einzeln auf ein Laufband gelegt, das sie unter dem Applaus der Zuschauer zum Schredder beförderte, der sie dann sozusagen pulverisierte. Die US-Naturschutzbehörde und zahlreiche Artenschutzorganisationen wollen damit ein Zeichen gegen Wilderei und den illegalen Handel mit Elfenbein setzen. US-Innenministerin Sally Jewell, die sich an der Aktion beteiligte, erklärte, die USA wollten damit dem "Rest der Welt" zeigen, dass sie "Verbrechen gegen die Fauna, insbesondere gegen vom Aussterben bedrohte Tiere" nicht tolerierten.

Elfenbeinzerstörung am Time Square in New York mit Innensenatorin Sally Jewell (Foto: Reuters)

Innensenatorin Jewell: Zeichen gegen Wilderei und illegalen Handel

30.000 tote Elefanten für Elfenbein

Der Handel mit Elfenbein war im Jahr 1989 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) weitgehend verboten worden, seitdem ist es fast nur noch illegal zu bekommen. Bei dem verbotenen Handel werden jährlich Milliarden Euro eingenommen. Dafür sterben jedes Jahr rund 30.000 Elefanten weltweit.

Die Schauspielerin Kristen Davis (Sex and the City) sagte: "Wenn wir nichts tun, wird es in zehn Jahren keine Elefanten mehr geben. Das bedeutet auch, dass unsere Kinder dann nicht mehr wissen werden, dass Elefanten in der Wildnis unseres Planeten gelebt haben."

Nicht die erste Aktion

Das Elfenbein vom Times Square war bei Razzien beschlagnahmt worden, ein Großteil davon in einem Geschäft in Philadelphia, dessen Inhaber inzwischen im Gefängnis sitzt. Es war die zweite Aktion dieser Art in den USA. Im Jahr 2013 waren in Denver im Bundesstaat Colorado mehr als fünf Tonnen Elfenbein zerstört worden. Auch in China gab es zuletzt eine ähnliche Elfenbeinvernichtung. Bei einer Zeremonie der staatlichen Forstverwaltung und des Zolls wurden in Peking 662 Kilogramm ebenfalls zermahlen.

fab/nem (afp, dpa)

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